Prof. Dr. Mojib Latif neu an der Spitze der Akademie der Wissenschaften
Der Klimaphysiker Prof. Dr. Mojib Latif wurde zum Präsidenten der Akademie der Wissenschaften in Hamburg gewählt. Er wird das Amt zum 1. Januar 2022 übernehmen. Der 1954 in Hamburg geborene Latif folgt auf Prof. Dr. Edwin J. Kreuzer, der seit 2013 die Akademie leitet.
Latif studierte Betriebswirtschaftslehre und Meteorologie an der Universität Hamburg. Er wurde promoviert und habilitiert im Fach Ozeanographie, ebenfalls an der Uni Hamburg, und war von 1983 bis 2002 am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg tätig. 2003 wurde er zum Professor an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel bzw. das Institut für Meereskunde (Vorläuferinstitut des heutigen GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Meereskunde Kiel) berufen. Dort leitet der Hamburger die Forschungseinheit Maritime Meteorologie. Zum Wintersemester 2020/2021 hat ihm die Christian-Albrechts-Universität eine Seniorprofessur verliehen. Latif kann so seine Grundlagenforschung und Lehre fortsetzen.
Latif ist seit April 2007 Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und seit Juni 2021 ihr Vizepräsident. Als neuer Präsident der Akademie der Wissenschaften in Hamburg möchte er die "Wissenschaft innerhalb der Gesellschaft stärken".
Seit über drei Jahrzehnten erforscht Latif insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Ozean und Atmosphäre und deren Einfluss auf das Klima. Für seine Forschungsarbeiten ist er mehrfach ausgezeichnet worden. So erhielt er die Sverdrup Goldmedaille der Amerikanischen Meteorologischen Gesellschaft, den Deutschen Umweltpreis und die Alfred-Wegener-Medaille der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft. Seit November 2017 ist er Präsident der Deutschen Gesellschaft Club of Rome.
Yvonne Wodzak 24.11.2021









