
Eins von vier Motiven der Kampagne #WirliebenFreiberg - Foto: Stadt Freiberg
Freiberg setzt Zeichen gegen Radikalisierung
Die Stadt Freiberg – wie einige andere Städte innerhalb Deutschlands auch – machte in den vergangenen Tagen mehrfach von sich aufgrund von Corona-Protesten reden. Nun befürchtet die sächsische Universitätsstadt, dass das Image der Stadt Schaden nehmen könnte. Aus diesem Grund hat die Stadtverwaltung die Kampagne #WirliebenFreiberg gestartet, die der Mehrheit eine Stimme geben will.
Oberbürgermeister Sven Krüger sagt zum Kampagnenstart: "Es kann nicht sein, dass eine ganze Stadt wegen einer Minderheit in Verruf gerät, denn das Ausmaß ist entsetzlich: Freiberger Produkte werden jetzt schon gemieden, Urlaubsreisen zu uns in Größenordnung storniert. Wir akzeptieren alle, ob geimpft, getestet oder genesen, aber wir akzeptieren keine Radikalisierung." Mit der Kampagne will die Stadt Freiburg auf die vielfältigen Möglichkeiten zum Arbeiten und zum Leben und die Vorteil Freibergs hinweisen. Auch die Weltoffenheit der Silberstadt steht im Fokus.
Hintergrund dieser Maßnahme seien unter anderem die zahlreichen Stornierungen von Aufenthalten in Freiburg. Der Stadt zufolge habe es massive Rücktritte von Urlaubsabsichten bis in den Sommer 2022 hineingegeben, da man auf absehbare Zeit nicht mehr in die Stadt kommen wolle, die eine Stadt der Querdenker sei. Darunter leide die Destination und der Wirtschaftsstandort.
Zahlreiche Firmen und Institutionen haben sich der Kampagne angeschlossen. Dazu gehören beispielsweise die TU Bergakademie Freiberg, das Mittelsächsische Theater, das Freiberger Brauhaus, die Saxonia Galvanik und der Wasserzweckverband.









