Erwartungen an Online-Behördengang sind hoch
Das Online-Zugangsgesetz (OZG) soll dafür sorgen, dass Behördengänge zunehmend online durchgeführt werden können und Verwaltungsdienstleistungen vermehrt auch in digitaler Form zur Verfügung stehen. Viele Städte und Kommunen sind diesbezüglich auf einem guten Weg. Allerdings finden viele Bürger*innen, dass der Fortschritt noch zügiger vonstattengehen könnte, so das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag von Sopra Steria mit Sitz in Hamburg.
Demnach wünschen sich 60 Prozent der Befragten eine rasche Antwort bei Standardangelegenheiten wie der Ausstellung von Bescheinigung sowie eine Vernetzung der Behörden untereinander. Zudem wollen 54 Prozent generell weniger Zeit mit Behördenangelegenheiten verbringen. Dabei sollen standardisierte und automatisierte Abläufe helfen. Volker Flohr, Digitalisierungsexperte für den Public Sector bei Sopra Steria, sagt: "E-Payment und automatisierte Rückmeldungen sowie schnelle Kommunikationskanäle via Messenger sind wichtige Bestandteile, die Ziele einer Online-Verwaltung aus Sicht der Bevölkerung zu erreichen."
Die Umfrage zeigt zudem, dass viele digitale Leistungen und Funktionen von der öffentlichen Verwaltung bereits angeboten und genutzt werden. Ein Fünftel der Befragten konnten beispielsweise Dokumente hochladen, jede oder jeder Zehnte wurde aktiv per SMS informiert, neun Prozent konnten sich elektronisch ausweisen oder authentifizieren. "Die Zahlen belegen, dass punktuell schon viel Digital Government Realität ist, nur eben noch nicht flächendeckend. Es ist wichtig, dass sich Bund, Länder und Kommunen noch stärker austauschen und die vielen guten Smart-City-Einzelprojekte zu einer Smart Society zusammenbauen", erklärt Ronald de Jonge, Partner und Operating Officer Public Sector bei Sopra Steria.









