Bonn schafft stadthistorisches Zentrum
Das Bonner Stadtarchiv, das Stadtmuseum und die Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus werden zum 1. März 2022 zu einem "Zentrum für Stadtgeschichte und Erinnerungskulturen" vereint. Der Fokus soll auf dem Thema "Erinnerungskultur" und der Weiterentwicklung vorhandener Erinnerungskonzepte liegen.
Mit dem Zusammenschluss möchte Bonn die Sichtbarkeit der zum Kulturamt gehörenden Institute stärken sowie eine gemeinschaftliche und zielgerichtete Weiterentwicklung gewährleisten. Das kulturelle Erbe soll der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, damit diese die Stadtgeschichte erforschen, erfahren und erleben kann. Die ehemalige Bundeshauptstadt erhofft sich von dem "Zentrum für Stadtgeschichte und Erinnerungskulturen" folgende Synergien:
- gemeinsame Nutzung von Einrichtungen wie Lesesälen, Seminar-, Vortrags- und Ausstellungsräumen für die auszubauende historische Bildungsarbeit
- gemeinsamer pädagogischer Dienst: Entwicklung von geschichtspädagogischen Programmen und Vermittlungsprojekten, Integration der Erinnerungskultur in lokale Bildungskonzepte
- Zusammenführung von Sammlungen
- gemeinsame Veranstaltungs- und Ausstellungsformate und wissenschaftliche Publikationen
- übergreifende Einbindung der freien Szene „Stadtgeschichte“ in die Arbeit des Zentrums
- Vermeidung von Arbeitsdopplungen durch institutsübergreifende themen- und fachbezogene Querschnittsteams
- Implementierung einer agilen Organisationsstruktur und -kultur, um schneller auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren zu können
Dezernentin für Sport und Kultur Dr. Birgit Schneider-Bönninger erklärt: "Ziel ist es, Querschnittsaufgaben gemeinsam umzusetzen, die uns in den nächsten Jahren beschäftigen werden. Darunter fallen zum Beispiel die digitale Transformation, Erinnerungskultur, Bildungsarbeit oder Umzüge, die alle Institute gleichermaßen betreffen."
Die einzelnen Institute behalten ihre eigene Leitung sowie die individuellen Schwerpunkte und Profile. Die Position der Zentrumsleitung wurde bisher nicht besetzt. Die Stelle wurde im Dezember 2021 intern ausgeschrieben.
Sophie-Marie Jahn 04.02.2022










