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Auf dem Dach des Kulturzentrums Pavillon in Hannover befindet sich eine Solaranlage - Foto: Kulturzentrum Pavillon

Pavillon Hannover erhält Auszeichnung für Nachhaltigkeitskonzept

Die Stiftung Niedersachsen mit Sitz in Hannover prämiert fünf Projekte im Kulturbereich, die mit nachhaltigen Konzepten dazu beitragen, die Beeinträchtigungen der Umwelt zu verringern. Der Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von je 3.000 Euro dotiert und wird am 17. Februar 2022 an die Gewinner übergeben.

Die Nachhaltigkeitspreise gehen an Zeitschrift für junge Literatur "BELLA triste" aus Hildesheim, die Kunsthalle Wilhelmshaven, das Orchester im Treppenhaus in Hannover, das soziokulturelle Zentrum Pavillon Hannover und die Theatergruppe "Das letzte Kleinod" in Geestenseth. Sie konnten die Stiftung Niedersachsen aufgrund ihrer umfangreichen Ideen, das Klima zu schützen, von sich überzeugen.

"BELLA triste"

Das Redaktionsteam ist bestrebt, die Zeitschrift klimaneutral herzustellen und zu vertreiben. Dazu gehören ressourcenschonende Arbeitsabläufe, die Beschaffung von Material sowie die Nachhaltigkeit bei der Mobilität. Darüber hinaus beziehen sie Merchandise-Artikel, die das Fair Wear Siegel tragen und wählen ihre Kooperationspartner unter nachhaltigen Gesichtspunkten aus.

Kunsthalle Wilhelmshaven (Wilhelmshaven)

Das Thema Nachhaltigkeit hat in der Kunsthalle Wilhelmshaven eine große Bedeutung in den organisatorischen Prozessen, aber auch in den künstlerischen Inhalten. In den großen Ausstellungen zu Wald, Meer und Wasser der letzten drei Jahre wurde unter anderem mit der Nationalparkverwaltung Wattenmeer, Fridays for Future, grün und bunt und dem Institut für Vogelforschung kooperiert.

Orchester im Treppenhaus (Hannover)

Das Orchester im Treppenhaus hat ein Nachhaltigkeitskonzept vorgelegt, das neben den ökologischen und ökonomischen Faktoren auch eine soziale Strategie beinhaltet. Darüber hinaus beschäftigt sich das Orchester auch inhaltlich mit umwelt-, sozial- und gesellschaftskritischen Themen in den eigenen Projekten (wie zum Beispiel im Projekt „VerkehrT” oder in den „Notfallkonzerten”).

Soziokulturelles Zentrum Pavillon Hannover und Theaterwerkstatt (Hannover)

Der Pavillon Hannover verfolgt eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie. Dieses zeigt sich unter anderem in den auf dem Dach installierten Sonnenkollektoren, der energetischen Gebäudesanierung von 2013, der Vermeidung von Plastik oder der Wiederverwertung von Bühnenbildern.

Theatergruppe "Das Letzte Kleinod" (Geestenseth)

Das letzte Kleinod setzt sich seit seiner Gründung 1991 thematisch unter anderem mit dem Umweltschutz, den Ozeanen und dem Klima auseinander. Es entstanden mehrere dokumentarische Theaterstücke über Forschungsexpeditionen. Aktuell arbeitet das Theater zu den Themen Energiegewinnung, Braunkohletagebau und Atomenergie. Zusätzlich zu der inhaltlichen Auseinandersetzung hat das Theater ein Nachhaltigkeitskonzept mit Fokus auf nachhaltige Mobilität, Energiegewinnung und Upcycling vorgelegt.


Generalsekretärin der Stiftung Niedersachsen, Lavinia Francke, sagt: "Wir sehen viele innovative Ideen und einen engagierten Einsatz der Kulturakteur*innen für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Wir sehen aber auch, dass der Weg zur Klimaneutralität eine der größten Herausforderungen für den Kultursektor in den kommenden Jahren darstellen wird."

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Anja Lüth 10.02.2022

 

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