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Die Vaunet-Studie bündelt die Daten zur Mediennutzung verschiedener Quellen in einem Überblick – Foto: Vaunet – Verband Privater Medien e. V.

Gesamtmediennutzung steigt auf elf Stunden

Der Vaunet - Verband Privater Medien e.V. aus Berlin hat am 3. Februar 2022 die Mediennutzungsanalyse des Jahres 2021 veröffentlicht. Diese ergab, dass die tägliche Gesamtmediennutzung der Bundesbürger*innen ab 14 Jahren auf elf Stunden und 18 Minuten angestiegen ist. Davon umfasste der Gebrauch von audiovisuellen Medien wie Fernsehen oder Radio im Durchschnitt zehn Stunden. Im Jahr 2020 waren es noch neun Stunden und 47 Minuten und 2019 neun Stunden und sechs Minuten pro Tag.

Den Grund für den Anstieg sieht Vaunet-Geschäftsführer Frank Giersberg in der Corona-Pandemie: "Die Steigerung der Nutzung während der Pandemiejahre um beinahe eine Stunde täglich spiegelt das hohe Bedürfnis nach verlässlicher Einordnung, Information und Unterhaltung wider. Sie zeigt die enorm hohe Relevanz der Audio- und audiovisuellen Medien für die Bevölkerung und Gesellschaft."

Johannes Leibiger, Leiter Medienwirtschaft und Forschung bei Vaunet, ergänzt: "2020 war die audiovisuelle Mediennutzung insbesondere während der Corona-Hochphasen und der Lockdowns stark angestiegen. Diese gesteigerte Nutzung gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 konnte 2021 nicht nur gehalten, sondern sogar noch weiter ausgebaut werden. Profitiert haben davon im zurückliegenden Jahr in erster Linie Onlinevideo, Radio und Videospiele. Insgesamt bleiben Radio und TV die mit Abstand am meisten genutzten Mediengattungen."

Die Studie wird in die Kategorien Bewegtbildnutzung, dazu zählen das Fernsehen sowie Online-Videos und zahlungspflichtige Video-on-Demand-Inhalte, und Audionutzung, beispielsweise Radio, unterteilt. Während beide Kategorien insgesamt einen Nutzungsanstieg zum Vorjahr 2020 verzeichneten, sank die Fernsehnutzung um sechs Minuten im Vergleich zu 2020 (3 Stunden und 58 Minuten). Medienangebote im Internet wurden 2021 durchschnittlich zwei Stunden und 29 Minuten pro Tag konsumiert. Dies umfasst Onlinevideos, Musikstreaming und MP3 sowie Podcasts. Die tägliche Verwendung weiterer Formate wie CDs, DVDs oder Blu-ray, Hörspiele, Kino und Videospiele stieg von 56 Minuten im Jahr 2020 auf 59 Minuten.

Das meistgenutzte Medium von morgens bis nachmittags war das Radio. Im Zeitraum zwischen 14 bis 18 Uhr dominierte das Internet, bevor es vom Fernsehen abgelöst wurde. Die reichweitenstärksten Medien im Jahr 2021 waren Audio-Formate mit ungefähr 76 Prozent. Anschließend folgten das Fernsehen mit rund 67 Prozent und das Internet mit etwa 59 Prozent.

Laut der Vaunet-Analyse schauten rund 91 Prozent der Menschen ab drei Jahren regelmäßig Fernsehen. Radio- und Audio-Formate wurden von knapp 94 Prozent der ab 14-Jährigen genutzt. Die regelmäßige Internetnutzung von Januar bis Oktober 2021 der Menschen ab 16 Jahren stieg um knapp zwei Prozent auf 85 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020.

Die Ergebnisse der Mediennutzungsanalyse setzen sich aus den Daten von Sekundärquellen zusammen. Dazu gehören Daten der Hamburger Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA), des Media Activity Guides (MAG) der SevenOne Media GmbH in München und der Forsa in Berlin, der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. (agma), der Arbeitsgemeinschaft Videoforschung (AGF) sowie der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung e.V. (agof), alle mit Sitz in Frankfurt am Main. Aufgrund der verschiedenen Quellen treten methodische Unterschiede auf und die Ergebnisse sind lediglich Näherungswerte.


 

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