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Metaversum stößt zunehmend auf Interesse

Das Leben wird digitaler und verlagert sich mehr und mehr ins Internet. Videokonferenzen bestimmen den beruflichen Alltag der Menschen, digitale 3D-Kleideranproben ersetzen den herkömmlichen Online-Shop und virtuelle Zeitreisen lassen die Anwender*innen in fremde Welten eintauchen. Das sogenannte Metaversum steckt zwar noch in den Kinderschuhen, doch stößt es bereits jetzt auf großes Interesse. Das hat eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom, Berlin, unter 1.005 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren ergeben. Demnach ist ein Drittel der Befragten neugierig auf das Metaversum.

Insgesamt ist das Thema noch recht neu: Dem Bitkom zufolge wissen knapp neun Prozent der Deutschen wissen nicht, was das Metaversum ist. Allerdings hat bereits jeder und jede Sechste (17 %) davon gehört oder gelesen. "Auch, wenn noch viele Fragen offen sind: Das Metaversum hat das Potenzial, das Internet, wie wir es heute kennen, fundamental zu verändern", betont Bitkom-Präsident Achim Berg. "Und es kann große Chancen für die Gesellschaft und auch für die Wirtschaft mit sich bringen. Auf jeden Fall ist es eine Gestaltungsaufgabe."

Wie groß das Potenzial dieser neuen Welt ist, zeigen die weiteren Fragen: Demnach gaben 37 Prozent der Studienteilnehmer*innen an, dass sie eine Virtual-Reality-Brille nutzen würden, um in das Metaversum zu gelangen. Ein Viertel ist sich sogar sicher, dass sich ein wesentlicher Teil des privaten und beruflichen Lebens künftig dort abspielen wird. Außerdem glauben knapp 20 Prozent der Befragten, dass das Metaversum Menschen näher zusammenbringt und räumliche sowie soziale Distanz abbaut.

Allerdings sieht die große Mehrheit der Deutschland das Metaversum aktuell als Zukunftsthema an, welches noch lange kein Bestandteil des realen Lebens sein wird. Darüber hinaus sind knapp die Hälfte der Befragten skeptisch, was das Thema angeht: 42 Prozent halten das Metaversum für einen Hype.

Beim Metaversum soll die bisherige Trennung zwischen realer Welt und virtueller Welt aufgehoben werden. In einem ersten Schritt geschieht dies bereits in Browser-Anwendungen oder mit Virtual-Reality-Brillen, künftig voraussichtlich auch verstärkt per erweiterter Realität (Augmented Reality) und durch digitale Zwillinge – sogenannte Avatare.

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Anja Lüth 22.02.2022

 

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