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Die Stadt Erfurt gehört zu den beliebtesten Destinationen im Freistaat Thüringen - Foto: Thüringer Tourismus GmbH / Maik Schuck

Thüringer Tourismus schwächelt auch 2021

Die Thüringer Tourismus GmbH (TTG) in Erfurt blickt auf eine ernüchternde Tourismusbilanz für das Jahr 2021 zurück: Die Reisegebiete und Tourismusbetriebe Thüringens sind durch deutliche Rückgänge gezeichnet. Die Gästezahlen verzeichneten einen Abschwung auf knapp 2,3 Millionen im Vergleich zu den beiden Vorjahren (2020: 2,4 Mio., 2019: 4,1 Mio.). Auch die Übernachtungen sanken um 1,2 Prozent auf rund 6,6 Millionen (2020: 6,7 Mio., 2019: 10,3 Mio.). Die durchschnittliche Verweildauer betrug der TTG zufolge 2,9 Tage – ähnlich wie im Jahr 2020. Einzig die Statistik der Auslandsgäste weist ein Wachstum auf: Im vergangenen Jahr kamen 5,8 Prozent mehr Tourist*innen aus dem Ausland (2020: ~ 90.000). Sie generierten 296.000 Übernachtungen und damit 18,6 Prozent mehr als im Jahr 2020 (249.000 Übernachtungen).

Als Hauptursache für die niedrigen Zahlen nennen die Verantwortlichen die Covid-19-Pandemie. Aufgrund des Lockdowns von Januar 2021 bis Mai 2021 blieben nur knapp sechs Monate für den touristischen Betrieb. Im Zuge dessen fehlten ebenfalls Großveranstaltungen und Events als Reiseanlässe, um Tourist*innen in die Region zu locken. Rund ein Drittel der Corona-Wirtschaftshilfen (300 Mio. €) kommen dem Gast- und Beherbergungsgewerbe zugute.

Zuversicht boten die Sommermonate Juni, Juli und August: Mit 2,79 Millionen Übernachtungen wurde ein neuer Rekordwert in der Pandemiezeit aufgestellt (2020: 2,47 Mio.), allerdings konnte in diesem Bereich das Niveau vor der Corona-Pandemie nicht erreicht werden. Zu den beliebtesten Regionen gehörten der Thüringer Wald sowie die Städte Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar. Darüber hinaus beobachteten die Verantwortlichen eine hohe Investitionsbereitschaft innerhalb der Branche: Insgesamt wurden 2021 im Rahmen der Tourismusförderprogramme mehr als 30 Millionen Euro an touristische Betriebe verteilt.


Hoffnung auf 2022

Für das Jahr 2022 hoffen die Tourismusakteurinnen und -akteure auf eine steigende Reiselust aufgrund des Nachholbedürfnisses der Menschen. Dennoch werden laut eigener Aussage diesjährige Reiseentscheidungen durch die pandemische Situation geprägt sein. Es wird mit kurzfristigen und verzögerten Buchungen gerechnet, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte.

TGG-Geschäftsführer Dr. Franz Hofmann sieht dabei vor allem den Thüringer Erholungs- und Naturraum als wichtige Tourismusattraktion. In der Studie Destination Brand 2021 belegte Thüringen den zehnten Platz der besonders geeigneten Reiseziele.


 

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