
Jeder Fünfte kann sich vorstellen, seinen Konsum von Social-Audio-Apps zu steigern - Grafik: Annalect
Mehrwert von Social-Audio-Apps zu wenig erkennbar
Vor einem Jahr hat die Audio-only-App Clubhouse ihr Debüt gefeiert. PUBLIC MARKETING hat in Ausgabe 3/2021 über das Angebot berichtet und aufgezeigt, welche möglichen Vorteile sich für Entscheider*innen der öffentlichen Hand ergeben. Seitdem sind weitere Social-Audio-Apps auf den Markt gekommen: Neben Twitter Spaces gehren auch Spotify Greenroom und Facebook/Meta Live Audio Rooms dazu. Doch wie hat sich das Segment seither entwickelt und wie nehmen die User*innen die Angebote wahr? Dieser und weiteren Fragen ist das Annalect-Team der Omnicrom Media Group Germany im Rahmen einer Umfrage unter Clubhouse-Kenner*innen nachgegangen.
Demnach stehen Social-Audio-Apps bei einigen Menschen hoch im Kurs: Danach gefragt, wie viel Zeit sie künftig für die Angebote aufwenden werden, antworteten 61 Prozent mit "genau so viel Zeit" und 22 Prozent mit "künftig mehr Zeit". Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von "Nähe zu beliebten Audio-Angeboten wie Podcasts" (42 %) und "Möglichkeiten zur einfachen und schnellen Wissensaneignung“ (36 %) bis hin zu "breites Themenspektrum" (34 %).
Auch nach der Zufriedenheit mit den verschiedenen Angeboten wurde gefragt: Mit Spotify Green sind 77 Prozent der jeweiligen Nutzer*innen (sehr) zufrieden, Twitter Spaces begeistert 70 Prozent und Facebook/Meta Live Audio Rooms immerhin 65 Prozent. Clubhouse hingegen kommt nur auf einen Zufriedenheitswert von 53 Prozent. Diese Beliebtheit spiegelt sich auch in der Bereitschaft der Nutzer*innen wieder, die Apps künftig herunterzuladen: Gerade mal acht Prozent haben noch an Clubhouse Interesse. Facebook/Meta Live Audio Rooms sowie Twitter Spaces rangieren diesbezüglich zwischen 23 und 28 Prozent. Am besten schneidet Spotify Greenroom ab: 37 Prozent können sich vorstellen, die App herunterzuladen.
Zwar zeigt die Umfrage, dass die Social-Audio-Apps großes Potenzial aufweisen. Dennoch sehen die Annalect-Expert*innen noch Nachholbedarf unter anderem im Bereich des USP. Sibylle Lucke, Group Manager Research sagt: "Insgesamt ist der Social-Audio-Markt für Nutzer noch nicht wirklich greifbar, die Angebote noch zu heterogen und undifferenziert, der Mehrwert gegenüber anderen Social-Apps oder Podcasts noch nicht ausgereift. Weiter müssen die Social-Audio-Apps ihren Mehrwert – auch in Abgrenzung zu Podcasts – noch eindeutig herausstellen."









