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Alle Bundesländer liegen im Destinations-Ranking 2022 über einem Wert von 75 Punkten – Foto: dwif-Consulting GmbH

Gästezufriedenheit sinkt auf 86,4 Punkte

Die Münchner Tourismusberatung dwif-Consulting GmbH hat in Zusammenarbeit mit der TrustYou GmbH, ebenfalls mit Sitz in München, das Destinations-Ranking 2022 bekannt gegeben. Die beiden Einrichtungen führen die jährliche Analyse seit 2010 durch. Das Destinations-Ranking analysiert die Qualität der Unterkünfte und misst die Gästezufriedenheit für über 140 Regionen in Deutschland. Im Zuge dessen umfasst die Studie zwei Bereiche: den Trust-Score und die Sentiment-Analysen.

Der Trust-Score beschäftigt sich mit der Online-Reputation von deutschen Regionen und den jeweiligen Unterkünften. Die Auswertung beinhaltet Bewertungen der letzten 24 Monate auf Online-Plattformen. Der Wert wird auf einer Skala von null bis 100 Punkten festgehalten, wobei null die negativste und 100 die positivste Ausprägung ist. Insgesamt ist die Gästezufriedenheit für das Jahr 2022 leicht gesunken im Vergleich zum Vorjahr: Der Trust-Score liegt im aktuellen Jahr bei 86,4 Punkten (2021: 86,5 Punkte).

Im Ranking der einzelnen Bundesländer konnten vor allem Bayern (89,2), Rheinland-Pfalz (87,8) und Schleswig-Holstein (87,4) punkten. Die Zufriedenheit mit dem bayerischen Freistaat wird auch bei den Top-10-Destinationen deutlich: Alle zehn Reiseziele liegen in Bayern, darunter das Allgäu (92,1) und der Chiemgau (91,6) sowie das Berchtesgadener Land (91,3). Zu den Destinationen außerhalb Bayerns, die eine hohe Gästezufriedenheit aufweisen, gehören die rheinland-pfälzischen Mittelgebirgsregionen Hunsrück und Eifel sowie das Oldenburger Münsterland und die Region Unterelbe-Unterweser in Niedersachsen.


Verbesserter Covid-Score

Neben einer Auswertung der gesamten Gästezufriedenheit enthält das Ranking ebenfalls Sentiment-Analysen. Diese erfassen Meinungen, die Gäste in den Freitexten angeben können. Sentiment-Analysen zeigen Handlungsbedarf und Verbesserungspotenzial in einzelnen Bereichen auf. Darüber hinaus können sie als Frühindikatoren auf Reinvestitionsbedarfe hinweisen. Die Analysen werden in verschiedene Unterkategorien geteilt, unter anderem in die Rubriken Service, Zimmer, Essen und Trinken sowie Location. Seit 2021 wird zusätzlich der Covid-Score ermittelt. Dieser umfasst die Hygienemaßnahmen der einzelnen Betriebe.

Die Kategorien Location, Service und Hotel weisen die höchsten Zufriedenheitswerte auf, während das Internet mit einem Wert unter 50 Punkten auf dem letzten Platz liegt. Des Weiteren betrachten Reisende das Preis-Leistungs-Verhältnis zunehmend kritischer. Der Covid-Score konnte sich im Vergleich zu 2021 etwas verbessern. Spitzenreiter in der Kategorie Service ist die Region Chiemgau. Im Bereich der Zimmer konnte das Allgäu punkten. Inn-Salzach belegt den ersten Platz in der Kategorie Location und die Region Ahr in Rheinland-Pfalz steht an der Spitze der Rubrik Essen und Trinken.


 

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