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Junge Menschen sind unzufrieden mit der Politik in Deutschland

Immer mehr junge Menschen engagieren sich politisch: nicht nur als Mitglied einer Partei, sondern auch bei Bewegungen wie beispielsweise Fridays for Future oder jüngst bei Demonstrationen für Frieden in der Ukraine und auf der Welt. Doch obwohl der Einsatz recht hoch ist, zeigt sich die junge Generation skeptisch, ob ihre Bestrebungen auch etwas bewirken. Zu diesem Schluss kommt die Vodafone Stiftung Deutschland, Düsseldorf und Berlin, im Rahmen der "Jugendstudie 2022", welche vom Befragungsinstitut Infratest dimap Gesellschaft für Trend- und Wahlforschung mbH durchgeführt wurde. Zwischen dem 7. und dem 27. September 2022 haben 2.124 deutschsprachige Personen zwischen 14 und 24 Jahren an einer Online-Umfrage teilgenommen.

Demnach hat weniger als ein Drittel (29 %) das Gefühl, Politik beeinflussen zu können. 75 Prozent der Befragten empfinden die deutsche Demokratie als schwerfällig. Wie pessimistisch die jungen Menschen sind, verdeutlichen diese Zahlen: 86 Prozent machen sich Sorgen um ihre Zukunft. Nur acht Prozent haben die Hoffnung, dass es ihren Kindern einmal besser gehen wird als ihnen.

Auch bezüglich aktueller Themen zeigen sich die Menschen zwischen 14 und 24 Jahren wenig hoffnungsvoll: Nur 23 Prozent der Befragten erwarten, dass Deutschland den Klimawandel bis 2050 im Griff hat. Weniger als ein Drittel (30 %) ist der Meinung, dass die Bundesrepublik bis dahin sozial gerechter sein wird als heute. Fast genauso viele Menschen (28 %) denken, dass das deutsche Bildungssystem im Jahr 2050 erstklassig sein wird.

"Zukunftssorgen und Unzufriedenheit mit der Demokratie: Die Situation junger Menschen in Deutschland ist alarmierend – ihre Frustration geht weit über die Tagespolitik hinaus.", erklärt die Geschäftsführerin der Vodafone Stiftung, Dr. Johanna Börsch-Supan. "Die andauernde Pandemie und der Krieg in der Ukraine drohen, die Themen junger Menschen weiter in den Hintergrund zu rücken. Dabei bietet der neue Bundestag mit seinen vielen neuen, jungen Abgeordneten die einmalige Chance, hier etwas zu ändern. Wir sollten sie nutzen – sonst resigniert eine ganze Generation."

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Anja Lüth 06.04.2022

 

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