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(v.l.) Christian Dübner (Referent Tourismus, Industrie- und Handelskammer Koblenz), Anne Morbach (Referentin Tourismuswirtschaft, Geschäftsbereich International und Wein, Industrie- und Handelskammer Trier), Aloysius Söhngen (Aufsichtsratsvorsitzender Eifel Tourismus GmbH), Klaus Schäfer (Geschäftsführer Eifel Tourismus GmbH), Moritz Sporer (Leiter Ökonomische Analyse bei der dwif Consulting Group), Stephan Kohler (Eifel Tourismus GmbH) und Philipp Piecha (Referatsleiter "Wirtschaftsförderung, Strukturpolitik und Tourismus", Industrie- und Handelskammer Aachen) präsentieren die Ergebnisse der Eifel-Umfrage – Foto: Eifel Tourismus

Eifel-Tourismus analysiert eigene Hilfsangebote

Die Eifel Tourismus GmbH (ET), Prüm, hat in Kooperation mit den Industrie- und Handelskammern Aachen, Koblenz und Trier eine Befragung durchgeführt, um Unterstützungsbedarfe in der Tourismusbranche zu lokalisieren und entsprechende Hilfestellungen von den Tourismusorganisationen, den Industrie- und Handelskammern, dem Hamburger Branchenverband DEHOGA und den touristischen Verbänden zu entwickeln. Der Eifeler Tourismus steht insbesondere durch die Corona-Pandemie und die Flutkatastrophe im Sommer 2021 vor großen Herausforderungen. Für die Durchführung und Analyse der Umfrage zeichnete das tourismuswissenschaftliche Institut dwif, München, verantwortlich.

Laut den Studienergebnissen ist die aktuelle Stimmung der touristischen Betriebe noch gedämpft. Allerdings erwarten die Betriebe mittel- bis langfristig eine positive Entwicklung der Branche. Insbesondere Privat- und Ferienunterkünfte sowie Campingplätze blicken positiv in die Zukunft. Als größte Herausforderung nennen die Studienteilnehmenden die steigenden Betriebskosten sowie den Fach- und Arbeitskräftemangel. Eine Maßnahme für das Recruiting liefert dabei die Industrie- und Handelskammer Trier (IHK Trier): Diese unterstützt und berät die Betriebe bei der Fachkräftegewinnung im In- und Ausland, unter anderem mit dem IHK Welcome Center. Darüber hinaus bietet die IHK Trier Projekte für die Hotel- und Gaststättenbranche an – wie das Ausbildungskonzept HOGANEXT oder die Fachkräfteinitiative "Working Family", so Anne Morbach, Referentin Tourismuswirtschaft, Geschäftsbereich International und Wein der IHK Trier.

Die Art und Weise des Unterstützungsbedarfes ist laut der Umfrage abhängig von der Betriebsart: Während Hotelbetriebe und Freizeiteinrichtungen ein größeres Interesse an Schulungs- und Weiterbildungsangeboten aufweisen, verzeichnen Privat- und Ferienunterkünfte einen geringeren Bedarf an solchen Angeboten. Der Analyse zufolge haben die Bereiche Marketing und Krisenmanagement den größten Förderungsbedarf. Dahingegen benötigen die Instrumente der betriebswirtschaftlichen Beratung und sonstige Themen wie die Digitalisierung, die Nachhaltigkeit oder der Service weniger Unterstützung. Zudem sind die Fördermaßnahmen und -mittel der Bundesländer, die unter anderem aufgrund der Corona-Pandemie geschaffen wurden, in der Region weitestgehend unbekannt. Die oben genannten Akteurinnen und Akteure begleiten dabei die Tourismusbetriebe bei der Antragsstellung.

Ein Großteil der Befragten wünscht sich außerdem digitale Weiterbildungsmaßnahmen, da diese sich durch niedrige Kosten, eine gewisse Flexibilität und eine einfache technische Nutzung ausweisen. Bisher werden die digitalen Schulungsangebote allerdings nicht oft genutzt, da die technischen Voraussetzungen für die Teilnahme an Veranstaltungen dieser Art fehlen. Weniger beliebt sind interaktive und persönliche Formate wie Schulungen oder Coachings.

Des Weiteren wurde das E-Learning-Portal eifel.teejit überarbeitet, das im Oktober 2017 an den Start ging. Dies ist ein digitales, kostenfreies und dauerhaft verfügbares Schulungsangebot, das in Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern Aachen, Koblenz und Trier entstand. Mit dem Relaunch der Plattform wird die Kooperation fortgeführt und auf die komplette Eifelregion ausgeweitet. Zudem entstand die B2B-Plattform wirtschaft.eifel.info, auf der digitale Schulungsunterlagen zum Wirtschaftsstandort Eifel verfügbar sind. Zusätzlich ist für Sommer 2022 ein Ausbildungsprogramm geplant: Vertreter*innen der lokalen Tourismusorganisationen sollen dabei zu E-Coaches ausgebildet werden und die Betriebe rund um das Thema Digitalisierung beraten sowie unterstützen. Da die Eifel-Region besonders für ihre Natur und den Outdoor-Tourismus bekannt ist, sehen die Verantwortlichen die Instandhaltung der Rad- und Wanderwege sowie die Investition in die Infrastruktur als eine zentrale Aufgabe in der Tourismuswirtschaft.


 

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