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Der Markt für Geschäftsreisen erholt sich allmählich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie und kehrt zum Vor-Pandemie-Niveau zurück – Foto: TravelPerk S.L.U

Nachhaltige Geschäftsreisen werden immer wichtiger

Das Thema Nachhaltigkeit spielt bei Geschäftsreisen eine zunehmend relevante Rolle. Infolge der Covid-19-Pandemie, während der viele Berufstätige auf geschäftliche Reisen verzichteten, wurde deutlich, wie schnell sich die Natur von diesen Reisen und den damit verbundenen Umweltbelastungen erholen kann. Eine Studie des Reisemanagement-Unternehmens TravelPerk S.L.U, Barcelona (Spanien), kam zu dem Ergebnis, dass 70 Prozent der Menschen auch nach der Pandemie über die Auswirkungen des Klimawandels und die Zukunft des Planeten besorgt sind. Die Bestandteile der Umfrage waren die Themen Reisen und Nachhaltigkeit aus der Perspektive der Gemeinschaft sowie die "neue Normalität" des Reisens nach Corona. Insgesamt wurden 1.000 Geschäftsreisende und Pendler*innen in Deutschland befragt.

Demnach verreisen rund ein Drittel der Befragten fünf- bis sechsmal im Jahr 2022 aus geschäftlichen Gründen. Ein weiteres Drittel führt 2022 drei Geschäftsreisen durch. Die restlichen rund 39 Prozent der Teilnehmenden gaben an, dass sie mindestens einmal im Monat eine Geschäftsreise unternehmen. Die Hälfte aller Befragten reist dabei innerhalb Europas. Ein Drittel der Befragten tritt Reisen in fernere Gebiete an (29 %), vorrangig in die USA und nach Asien. 21 Prozent der Geschäftsreisenden gaben an, dass sie innerhalb Deutschlands unterwegs sind. Das beliebteste Reisemittel ist das Flugzeug (43 %) – gefolgt von Auto (39 %) und Zug (15 %).

Bei den Pendler*innen steht das Auto an erster Stelle der Fortbewegungsmöglichkeiten (75 %). Lediglich 24 Prozent nutzen den öffentlichen Nahverkehr. 16 Prozent sind jeweils mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs. Die Mehrheit der Studienteilnehmer*innen hat einen Anfahrtsweg von maximal einer Stunde (59 %).


Die Zukunft des Reisens

Die Umfrage hat außerdem die Bereitschaft für die Nutzung von umweltfreundlichen Alternativen bei Pendler*innen untersucht. Im Durchschnitt sind 65 Prozent der Befragten bereit, auf alternative Möglichkeiten wie Züge und Busse umzusteigen und den ökologischen Fußabdruck zu verringern. Allerdings werden regionale Unterschiede deutlich: Während die Länder Bremen (79 %), Mecklenburg-Vorpommern (75 %) und Hessen (72 %) den größten Bereitschaftswert aufweisen, stehen Rheinland-Pfalz (46 %), das Saarland (50 %) und Thüringen (52 %) am Ende der Liste. Ein Grund seien die unterschiedlich stark ausgebauten Bus- und Bahnnetze, so die Verantwortlichen.

Zusätzlich setzte sich die TravelPerk-Studie mit den Fragen auseinander, welche Faktoren die Umwelt am stärksten beeinflussen und wer dafür verantwortlich ist, nachhaltige Reisemöglichkeiten zu schaffen. Dabei ist die Politik von zentraler Bedeutung: 73 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Regierung nachhaltige Reisemöglichkeiten mehr fördern und bereitstellen sollte. Auch die Luftfahrtindustrie nimmt einen wichtigen Schwerpunkt in der Debatte ein: Die Hälfte der Teilnehmer*innen vertritt die Ansicht, dass Kurzstreckenflüge im Inland abgeschafft und die Luftfahrtindustrie finanziell weniger von der Regierung unterstützt werden sollten.

Das Fazit der Umfrage lautet, dass sich die Menschen auch weiterhin Gedanken über ihre Kohlenstoffemissionen machen. Zudem wünschen sie sich weniger umweltbelastende Reisen, mehr öffentliche Verkehrsmittel und entsprechende proaktive Maßnahmen seitens der Politik.

 

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