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Die Metropolregion Rhein-Neckar startet im Rahmen von "Das WIR wirkt" eine digitale Bürgerbefragung - Foto: Metropolregion Rhein-Neckar

Metropolregion Rhein-Neckar will smarte, nachhaltige Region werden

Das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI), Berlin, fördert aktuell im Rahmen der dritten Staffel des Programms "Modellprojekte Smart Cities" 28 Initiativen. Dazu gehört auch die Metropolregion Rhein-Neckar, die sich auf den Weg gemacht hat, zu einer smarten und nachhaltigen Tourismusregion zu werden. Das Projekt steht unter dem Motto "Das WIR wirkt. Smarte und nachhaltige Metropolregion Rhein-Neckar" und setzt auf Bürgerbeteiligung.

Gesamtprojektleiter Boris Schmitt vom Verband Region Rhein-Neckar sagt: "Tourismus, im Sinne aller Freizeitmöglichkeiten, ist ein Querschnittsthema, das für die Einwohnerinnen und Einwohner in unserer Region – beispielsweise zur Naherholung oder als Arbeitsplatz – genauso wichtig ist, wie für Gäste aus Nah und Fern. Hier will unser Projekt auf bestehende Vernetzungen aufbauen und neue Impulse setzen. Dabei sind wir offen für vielfältige Rückmeldungen und freuen uns daher auf die Partizipationsphase, die jetzt startet."

In einem ersten Schritt wird eine digitale Bürgerbefragung durchgeführt. Vom 30. April bis 31. Mai 2022 haben Interessierte – Einwohner*innen in Städten und Dörfern, Kulturschaffende und Gastronom*innen, Unternehmer*innen, Lokalpolitiker*innen und Touristikprofis – die Möglichkeit, auf der Website www.daswirwirkt.de ihre Vorstellungen von einer nachhaltigen, digitalen Transformation der Region Rhein-Neckar zu äußern.

Die Umfrage ist in acht Themen unterteilt, welche die acht Pilotprojekte von "Das WIR wirkt" abbilden sollen. Diese lauten wie folgt:

  • Smarte Mobilität: Das Projekt steht unter dem Motto "Umweltfreundlicher unterwegs". Ziel ist es, das Mobilitätsangebot so zu gestalten werden, dass es zu einer Verhaltensänderung bei Besucher*innen und Pendler*innen sowie Reduktion von Emissionen im Verkehr führt.
  • Klimaschutz: In diesem Teilprojekt geht es um CO2-Kompensation. Einheimische, Gäste und Unternehmen der Region sollen unterstützt werden, ihren CO2-Ausstoß langfristig zu reduzieren und, wo nötig, zu kompensieren.
  • Besucherlenkung: Unter dem Arbeitstitel Entspannte Besuchserlebnisse beschäftigen sich die Akteure mit der Frage, wie Bürger*innen und Gäste mit Hilfe digitaler Instrumente so gelenkt werden können, dass kein "Massentourismus" oder Überfüllungen drohen.
  • Digitale Tools: Augmented und Virtual Reality sowie Gamification stehen im Mittelpunkt dieses Teilprojekts. Hier soll die Möglichkeit entstehen, Wissen über die Region, die Auswirkungen von Handlungen auf den Lebensraum und mögliche Zukunftsszenarien spielerisch und interaktiv zu erfahren.
  • Kulturerlebnisraum: Kulturelle Angebote der Region sollen über eine zentrale digitale Plattform zugänglicher, bekannter und einfacher buchbar gemacht werden. Auf diese Weise soll sie Kulturschaffenden in Stadt und Land eine nachhaltige Existenz sichern und den Zusammenhalt in der Region stärken.
  • Innenstadtbelebung: Es ist geplant, Leerstände und schlafende Ortskerne wiederzubeleben und mit neuen, flexiblen Konzepten Raumangebote für Arbeiten, Austausch, Vereinsleben und Tourismus zur Verfügung zu stellen.
  • Innovation Hub: Mithilfe dieser Idee können Tourismus- und Kultureinrichtungen die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung eigenverantwortlich vorantreiben.
  • Regionaler Datenmarktplatz: Ziel des Teilprojekts ist es, die digitalen Daten der Region in den Dienst der Menschen zu stellen: Zunächst müssen alle vorhandenen Daten der Region gesammelt und analysiert werden. Anschließend können Datenlücken aufgezeigt und geschlossen werden. Im Zusammenspiel mit den verschiedenen Teilprojekten können diverse Analysetools und digitale Lösungen für die Herausforderungen unserer Region entstehen.

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Anja Lüth 04.05.2022

 

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