Öffentliche Parks sind wertvoll für die Gesellschaft
Parks stellen heutzutage unverzichtbare Orte für die Stadtbevölkerung dar. Laut einer repräsentativen Umfrage des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Rahmen des Projekts "GartenLeistungen" gaben 95 Prozent der Befragten an, sich in den letzten zwölf Monaten mindestens einen öffentlichen Park besucht haben. Die Hälfte der Teilnehmer*innen nutzt diese sogar wöchentlich oder öfter.
Doch sind Stadtparks nicht nur soziale Treffpunkte und Lernorte. Sie präsentieren sich auch als "ökologisches Rückgrat der Städte", so das IÖW. Messungen haben ergeben, dass der Volkspark Hasenheide in Berlin ungefähr 4.500 Kubikmeter Niederschlag aufnehmen kann. Außerdem binden die Pflanzen dort jährlich 190 Tonnen CO2.
"Zusammen mit dem sozialen und kulturellen Nutzen für die Bevölkerung in den umliegenden Stadtquartieren erbringt ein Park wie die Hasenheide jedes Jahr einen Nutzen im Wert von über drei Millionen Euro", erklärt Prof. Hirschfeld und mahnt zugleich: "Wenn für Neubauten in der Stadt Grünflächen und Gärten verschwinden, sind die Kosten für die Stadtgesellschaft hoch. Dieser Konflikt lässt sich vermeiden, wenn Innenverdichtung nur auf bereits versiegelten Flächen oder als Aufstockung bestehender Gebäude umgesetzt wird – am besten gleich inklusive intensiver Dach- und Fassadenbegrünung."
Damit die Parks den zunehmend größer werdenden Herausforderungen standhalten können – die Rede ist vor allem von Trockenstress, Sturmschäden und veränderte Vegetationsperioden –, müssen Maßnahmen zum Schutz dieser Orte ergriffen werden. Die Projektforschenden fordern deshalb gesamtstädtische Konzepte mit klaren Verantwortlichkeiten in der Verwaltung und angemessene Budgets für die Grünflächenpflege.
Im Kienbergpark wurden verschiedene Mitmachaktionen entwickelt. Dazu zählten Aufräumaktionen verbunden mit Führungen durch das Ökosystem oder ein Citizen-Science-Projekt, bei dem eine Blühwiese mit 70 Wildblumenarten und 68 Insektenarten gepflanzt wurde.










