Deichtorhallen Hamburg bleiben unter gleicher Führung
Der Aufsichtsrat der Deichtorhallen Hamburg, ein Ausstellungshaus für aktuelle Kunst und Fotografie, hat vorzeitig die Verträge von dem Intendanten Prof. Dr. Dirk Luckow, 63, und dem kaufmännischen Direktor Bert Antonius Kaufmann, 56, verlängert. Luckow weitet seinen Vertrag bis 2026 und Kaufmann bis zum Jahr 2030 aus. Das Führungs-Duo steht seit 2010 an der Spitze des Kunstzentrums. Zudem verantworten sie das alle drei Jahre stattfindende gesamtstädtische Festival Triennale.
Laut Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien Hamburg, waren Luckow und Kaufmann maßgeblich an der Weiterentwicklung der Deichtorhallen beteiligt, darunter die Sanierung und Modernisierung der Kunsthalle. Während die nördliche Halle bereits fertiggestellt ist, ist die Wiedereröffnung der südlichen Deichtorhalle – das Haus der Photographie – für 2025 geplant. Zudem regten sie Kooperationen mit internationalen Partner*innen und Fördernden an, wie mit der Hamburger Stiftung F. C. Grundlach und der Hamburger Sammlung Falckenberg. "Damit sind die Deichtorhallen heute ein Garant für anspruchsvolle und publikumswirksame Ausstellungen, die international ausstrahlen", so Brosda.
Luckow hat für die Zukunft insbesondere eine nachhaltige Ausrichtung der Deichtorhallen vorgesehen. Darüber hinaus möchte er das Haus hin zu globalen künstlerischen Themen öffnen, die internationale Perspektive erweitern und die Sammlung in der Öffentlichkeit verankern. Zusätzlich soll ebenfalls die Verbindung von aktueller und moderner Kunst mit der Lebenswirklichkeit verstärkt werden. Der Intendant erklärt: "Unser Programm für die nächsten Jahre wird geprägt sein von aktuellen ästhetischen und gesellschaftlichen Diskursen. Wir wollen unser Publikum durch große Überblicksschauen, Gesamtinszenierungen und innovative Vermittlungsformate auf die Reise zu immer neuen künstlerischen Herausforderungen und Horizonten nehmen."
Auch der kaufmännische Direktor Kaufmann legt den künftigen Fokus auf die Themen Nachhaltigkeit, Diversität sowie Digitalität und hat den Erhalt sowie die Weiterentwicklung des Hamburger Kunstzentrums fest im Blick. "Ich freue mich darauf, das Haus weiter wirtschaftlich und organisatorisch mit unserem hoch engagierten Team erfolgreich voranzubringen und mit einer Vielzahl von renommierten Partnern aus der Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft zusammenzuarbeiten, die die Deichtorhallen substantiell unterstützen", kommentiert Kaufmann.
Der Kunsthistoriker Luckow war zuvor Direktor der Kunsthalle Kiel, bevor er im Oktober 2009 zu den Deichtorhallen wechselte. Zu seinen weiteren Referenzen gehören mitunter die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf und der Württembergischer Kunstverein Stuttgart. Kaufmann verfügt über langjährige Berufserfahrung in der Kunst- und Museumsszene. Der Diplomkaufmann war unter anderem Leiter Kommunikation der Stiftung Museum Kunstpalast in Düsseldorf und Geschäftsführer des Museums Frieder Burda in Baden-Baden. Seit Juni 2010 ist er für die Deichtorhallen tätig.
Sophie-Marie Jahn 03.06.2022










