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Deutsche Verbraucher sind zuversichtlicher

In Deutschland hat Ende 2012 das Verbrauchervertrauen leicht zugenommen. Dies ist das Ergebnis einer weltweiten Umfrage zum Thema "Vertrauen und Einkaufsgewohnheiten"  des Markt- und Medienforschungsunternehmens Nielsen. Getragen werde die jüngste Zuversicht der deutschen Verbraucher in erster Linie von der robusten Wirtschaft hierzulande, so Nielsen. Der Export sei in 2012 weiter gestiegen, auch wenn er insgesamt an Schwung verlor. Zudem erreichte die Zahl der Erwerbstätigen einen neuen Höchststand. Auch die Anleger vertrauten der deutschen Wirtschaft; der DAX legte im vergangenen Jahr um fast 30 Prozent zu.

Ihre persönliche Situation bewerteten die deutschen Verbraucher Ende 2012 dementsprechend etwas positiver als noch in den beiden Vorquartalen. Laut Nielsen-Report halten 46 Prozent ihre finanzielle Situation für gut bis exzellent – ein bis zwei Prozent mehr als in den sechs Monaten zuvor und weitaus mehr als im europäischen Durchschnitt (36 Prozent). Nur noch 53 Prozent waren der Ansicht, Deutschland befinde sich in einer Rezession; im Vorquartal waren es noch 58 Prozent gewesen. Während die Bereitschaft einzukaufen im Schnitt europaweit sank, blieb sie in Deutschland gegenüber dem Vorquartal unverändert und damit vier Indexpunkte über dem Niveau des zweiten Quartals 2012.

Allerdings sei die Trendwende beim Verbrauchervertrauen in Deutschland noch überschaubar. In manchen Bereichen schätzten die Deutschen die Situation auch kritischer ein als zuvor. So gaben beispielsweise 22 Prozent der Studienteilnehmer an, nach Abzug der Lebenshaltungskosten kein Geld mehr zur Verfügung zu haben – das waren drei Prozent mehr als noch im Vorquartal. Erklären lässt sich dies mit den stark angestiegenen Energie- und Lebensmittelkosten Ende 2012. Erhöhte Energiekosten zählen deshalb auch laut Nielsen-Umfrage zu den größten Sorgen der Deutschen. Strom und Gas zu sparen nannten 41 Prozent der Befragten als wichtigstes Ziel, auch wenn sich die wirtschaftliche Situation verbessern sollte. Zudem schätzen nur noch 45 Prozent der Studienteilnehmer die Jobsituation positiv ein.

 

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