
Die Werbeoffensive "Alles ist Wissenschaft" verbindet die Sammlung des Deutschen Museums in München mit dem Alltag der Menschen – Foto: KesselsKramer
Münchner Museumsinsel möchte Zielgruppe erweitern
Der Münchener Standort des Deutschen Museums möchte sich mit der Kampagne "Alles ist Wissenschaft" neu positionieren. Anlass der Werbeoffensive ist die Wiedereröffnung der ersten Ausstellungshälfte des Hauses. Zeitgleich möchte das Wissenschafts- und Technikmuseum sein Image überarbeiten, um bereits gewonnene Gäste zu binden und eine neue Zielgruppe anzusprechen. Dazu gehört insbesondere das soziale Milieu der Millenials, die bisher nur einen kleinen Teil der Besucher*innen ausmachen. Für die Kampagnenumsetzung zeichnete die Werbeagentur KesselsKrammer mit Sitz in Amsterdam (Niederlande) verantwortlich.
Im Fokus der Werbeoffensive steht die Thematik der sozialen und persönlichen Relevanz der Wissenschaft. Das Kampagnenmotiv bildet dabei ein Raster, das die Vielfalt an Exponaten aus den verschiedenen Ausstellungen kombiniert und darstellt, unter anderem aus den Themenbereichen Essen, Körper und Musik. Ergänzend dazu betont auch der Schriftzug "ALLES" die Diversität des Museums. Darüber hinaus stellt die Imagekampagne eine Verbindung zur Welt außerhalb der Einrichtung her, indem es Dinge aus dem alltäglichen Leben integriert.
Rens de Jonge, Creative Director bei KesselsKramer, erklärt: "Indem wir die Vielfalt und den Umfang der Sammlung im Konzept umarmen, haben wir eine Proposition entwickelt, die sowohl dem Museum gerecht wird, als auch erklärt, warum die Sammlung nun einmal so umfangreich ist. Die Sammlung umfasst Telefone, Schiffe, ein Bergwerk, das rundeste Objekt der Welt, einen Covid-Impfstoff und historische Windmühlen, weil all diese Dinge ihr Dasein der Wissenschaft verdanken."
Im Jahr 2015 startete das Deutsche Museum ein großangelegtes Modernisierungsprojekt, das mitunter die Renovierung der Münchner Museumsinsel und die Erneuerung der Ausstellung umfasst.
Sophie-Marie Jahn 14.07.2022









