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(v.l.) Klara Kletzka reicht die Leitung des Frankfurter Dialogmuseums an Maureen Ekizoglu weiter – Foto: Dialogmuseum, Julia Reisinger

Museum

Klara Kletzka verabschiedet sich als Leiterin des Dialogmuseums Frankfurt

Klara Kletzka, Gründerin und Gesellschafterin der Dialogmuseum gGmbH in Frankfurt a. M., hat im Rahmen einer offiziellen Stabübergabe am 15. Juli 2022 die Geschäftsführung des Frankfurter Dialogmuseums an Maureen Ekizoglu übergeben. Kletzka bleibt dem Haus als Gesellschafterin erhalten und berät die neue Direktorin Ekizoglu.

Die ehemalige Leiterin Kletzka gründete das Dialogmuseum als gemeinnütziges Sozialunternehmen im Jahr 2005 und war seither in dessen Geschäftsführung aktiv. Das Haus wurde mit der Ausstellung "Dialog im Dunkeln – eine Ausstellung zur Entdeckung des Unsichtbaren" von Andreas Heinecke eröffnet. Diese widmete sich der Inklusion von behinderten und soziale benachteiligten Menschen in der Öffentlichkeit. Im Jahr 2018 hat das Museum seinen alten Standort in der Hanauer Landstraße verlassen und zog in die Räumlichkeiten der Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt a. M.. Die Wiedereröffnung fand im September 2021 statt.

Kletzka verfügt über langjährige Erfahrung als soziale Unternehmerin auf internationaler Ebene. 1988 gründete sie das Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt. Im Jahr 2000 eröffnete sie gemeinsam mit Heinecke das Hamburger Haus "Dialog im Dunkeln" – ein dauerhaftes Inklusionsunternehmen im sozialen Bereich. Außerdem ist Kletzka Gründungsmitglied und Partnerin der Dialogue Social Enterprise in Hamburg. Darüber hinaus agiert sie als beratende Expertin und ist Herausgeberin sowie Autorin in den Bereichen Social Entrepreneurship und Inklusion mit dem Schwerpunkt Sinnesbehinderung.

Ina Hartwig, Kultur- und Wissenschaftsdezernentin von Frankfurt a. M., erklärt zum Abschied von Kletzka: "Die Idee des 'Dialog im Dunkeln' ist vor mehr als 30 Jahren in Frankfurt entstanden und entwickelte von hier ein weltumspannendes Netzwerk. Klara Kletzka hat mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zum respektvollen Umgang mit dem Thema Inklusion geleistet und sich als langjährige Direktorin des Dialogmuseums auf kreative Weise für blinde Menschen stark gemacht. Besonders die vergangenen Jahre, die lange Standortsuche sowie die Pandemie, die ein körperbetontes Museum wie das Dialogmuseum besonders forderte, waren Herausforderungen, die das Museum unter der Leitung von Klara Kletzka meisterte. Ich wünsche Klara Kletzka für die Zukunft alles Gute und freue mich auf die Zusammenarbeit mit Maureen Ekizoglu."

Maureen Ekizoglu ist seit 2020 die pädagogische Leiterin des Dialogmuseums. Im Rahmen dessen ist sie maßgeblich am operativen Museumsgeschäft und der Neuausrichtung des Hauses beteiligt gewesen. Ekizoglu studierte Kunstgeschichte und Romanistik an der Frankfurter Goethe-Universität. Anschließend war sie unter anderem wissenschaftliche Mitarbeiterin am Städel Museum, ebenfalls mit Sitz in Frankfurt, und am Deutschen Ledermuseum in Offenbach. Zudem ist sie Mitglied in diversen Vereinen, die soziale, inklusive und kulturelle Projekte fördern.

 

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