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Credit: Leopold Museum/APA-Fotoservice/Rossboth

Nackte Besucher im Leopold Museum

Das Leopold Museum in Wien hat am 18. Februar anlässlich seiner Ausstellung "nackte Männer" einen "Nacktabend" veranstaltet. Über den Erfolg sind die Direktoren Tobias G. Natter und Peter Weinhäupl nun sehr zufrieden. Rund 300 Personen in Beobachtung von circa 20 TV-Stationen, Radiosendern, Print- und Webjournalisten aus aller Welt bekamen die Gelegenheit, die Ausstellung hüllenlos zu betrachten.

"Mehrere Nudistengruppen haben bei uns angefragt, ob Nacktführungen möglich sind", erzählt Natter, wie es zu der Aktion kam. "Wir sind ein liberales Haus, warum also nicht." Neben den im voraus gebuchten Führungen fanden halbstündlich Gratisführungen für alle Kurzentschlossenen statt. Die Besucher stammten aus Österreich und Deutschland, aber auch aus der Slowakei, Russland und anderen Ländern. Bereits im Sommer 2005 hatte das Museum eine vergleichbare Aktion zur Werkschau "Die nackte Wahrheit" veranstaltet: "Damals wie heute waren wir über das massive Medieninteresse aus dem In- und Ausland überrascht", so Weinhäupl.

"Die Aktion passt gut zum Thema", ergänzt Natter. "Die Ausstellung 'nackte männer' beschäftigt sich erstmals in diesem Umfang mit dem Wandel des männlichen Aktes und damit verbundener gesellschaftlicher Wertvorstellungen von 1800 bis heute. Die Schau ist ein Zeichen für Toleranz und Offenheit. Die Möglichkeit nackt durch das Museum zu gehen, ist außergewöhnlich und war für viele eine einmalige Gelegenheit." Die Ausstellung ist noch bis 4. März zu sehen.

 

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