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In Deutschland gibt es nur wenige Menschen, die während des Urlaubs für den Arbeitgeber tatsächlich "always on" sind - Foto: Robert Kneschke - Fotolia

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Deutsche wollen im Urlaub nicht beruflich erreichbar sein

In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut YouGov hat die Personaberatung SThree, Frankfurt am Main, die Ergebnisse der zehnten Auflage der Studienreihe "So arbeitet Deutschland" veröffentlicht. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand das Urlaubsbedürfnis deutscher Arbeitnehmer*innen und wie sich dieses nach zwei Jahren Pandemie und Krise verändert hat. Befragt wurden mehr als 2.000 Personen.

Danach gefragt, wie hoch ihr Urlaubsbedürfnis aktuell ist, gaben 36 Prozent der Teilnehmer*innen an, sich urlaubsreifer zu fühlen als 2020. Bei 41 Prozent der Befragten hat sich dieses Bedürfnis in den vergangenen zwei Jahren nicht geändert und elf Prozent haben gar ein geringeres Bedürfnis nach Urlaub und Freizeit.

Ebenfalls stand die Erreichbarkeit während des Urlaubs im Fokus der Studie. So gaben 48 Prozent an, dass sie im Urlaub nicht beruflich erreichbar sein wollen, aber nur bei 34 Prozent sei das tatsächlich der Fall. 17 Prozent der Befragten finden, dass es in Ordnung ist, in dringenden Fällen Kontakt im Urlaub aufzunehmen. Allerdings gaben 32 Prozent an, dass ihr Arbeitgeber sie in dringenden Fällen kontaktiert. Der Prozentsatz derer, die "always on" sein möchten, ist mit fünf Prozent sehr gering – diese Mentalität ist auch in deutschen Unternehmen kaum vertreten. Nur vier Prozent der Befragten sagen, dass ständige Erreichbarkeit vom Arbeitgeber vorausgesetzt wird.

Christophe Zwaenepoel, Managing Director DACH von SThree, sagt: "In der aktuellen Zeit, in der sich der Fachkräftemangel in nahezu allen Branchen zunehmend verschärft, müssen Unternehmen ein besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse und Wünsche der MitarbeiterInnen richten. Daher ist es wichtig Auszeiten zu respektieren und genügend Raum für Erholung sicherzustellen. Eine Always-on-Mentalität ist gerade in diesen herausfordernden Zeiten nicht wünschenswert und der körperlichen und mentalen Gesundheit der ArbeitnehmerInnen wenig zuträglich."

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Anja Lüth 21.07.2022

 

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