Flussreisen im Aufwärtstrend
Flusskreuzfahrten bilden einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für die jeweilige Region, da sie auch die Gastronomie und den Handeln sowie die Dienstleister vor Ort unterstützen. Während der Pandemie brach der Umsatz von Flussreisen für in- und ausländische Fahrtgebiete um rund zwei Drittel ein. Zudem gingen 2021 die Passagierzahlen auf knapp 200.000 zurück (2019: über 700.000). Der Ausschuss Kreuzfahrt im Deutschen Reiseverband (DRV), Berlin, zieht für den Sommer 2022 nun eine positive Zwischenbilanz. Laut Benjamin Krumpen, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses, steigt die Nachfrage nach Flusskreuzfahrten nach zwei Jahren Corona-Pandemie wieder.
Das beliebteste deutsche Fahrtgebiet bildet dabei der Rhein – gefolgt von der Mosel, dem Main/Donau-Kanal und der Elbe. Zudem haben die Anbieter ihr Portfolio erweitert, wodurch neben den Stammgästen auch neue Zielgruppen erreicht werden können. Unter anderem betreiben sie Schiffe, die speziell für Familienreisen oder Aktivurlaub mit dem Fahrrad ausgerichtet sind. Außerdem ist das Preisniveau für solche Urlaube 2021 stabil geblieben.
Krumpen erklärt: "Die Schiffe sind sehr gut ausgelastet. Für dieses Jahr rechnen die Flussreiseanbieter mit einem Umsatzniveau und Gästevolumen wie im Vor-Corona-Jahr 2019 – gerade auf Deutschlands Flüssen und auf der Donau. Wir erleben ein Comeback der Flusskreuzfahrt." Des Weiteren ergänzt er: "Dass wieder verstärkt Reisen auf Flüssen gebucht werden, zeigt nicht nur die Beliebtheit der Flussreisen beim Kunden, sondern gibt auch den Anbietern wieder Zuversicht für die Zukunft und das wirtschaftliche Ergebnis betreffend." Darüber hinaus gibt Krumpen einen positiven Ausblick für das Jahr 2023: Die Vorausbuchungen aufgrund der zahlreichen Frühbucherangebote, vor allem für deutsche Flüsse, deuten auf eine vielversprechende Entwicklung der Flusskreuzfahrten hin.
Sophie-Marie Jahn 22.07.2022










