
(v.l.) Kerstin Lopau, Mitgründerin von SoLocal Energy, Umweltdezernent Christof Nolda, Hochbauamtsleiter Axel Jäger sowie Timo Eckhardt und Tanja Menkel vom Umwelt- und Gartenamt präsentieren die Kasseler Solarkampagne – Foto: Harry Soremski/Stadt Kassel
Kassel bewirbt Solarenergie
Die Stadt Kassel macht im Rahmen einer neuen Werbeoffensive auf das Thema der Solarenergie aufmerksam und rückt dabei Solaranlagen in den Vordergrund. Die Kampagne "Kassel macht Watt" liefert Informationen zu den Vorteilen von solarer Stromerzeugung und vermittelt Unterstützungsangebote sowie Lösungen verschiedener Akteur*innen in der hessischen Stadt. Die Werbeaktion wird durch das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Wiesbaden anlässlich des Integrierten Klimaschutzplan Hessens 2025 gefördert.
"Kassel macht Watt" richtet sich zunächst an private Hauseigentümer*innen und Mieter*innen, bevor die Kampagne in einem nächsten Schritt auch auf Unternehmen ausgeweitet werden soll. Im Marketing kommen Faktenblätter zu verschiedenen Fragestellungen, unter anderem zu den Kosten, Vorträge von Fachleuten sowie Veranstaltungen zum Erfahrungsaustausch zum Einsatz. Zudem wurde die Landingpage kassel.de/kassel-macht-watt eingerichtet. Diese umfasst Argumente für die Nutzung von Solarenergie, Antworten auf häufige Fragen, Checklisten und Veranstaltungshinweise. Des Weiteren integriert die Website den Solardachfinder der Stadt Kassel und den Solarkataster des Landes Hessen, die über die Solareignung von Dächern aufklären und die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage einschätzen.
Zusätzlich nimmt Kassel am bundesweiten "Wattbewerb" teil – eine Städte-Challenge zum Ausbau von Solarenergie. Das erklärte Ziel ist, die installierte Photovoltaik-Leistung pro Einwohner*in von 165 auf 330 Watt Peak zu steigern. Der Wettbewerb wird durch die gleichnamige Initiative der Stadt vorangetrieben für die der Kasseler Verein SoLocal Energy verantwortlich ist. Diese plant, ein Solar-Bündnis für Kassel aufzubauen und Veranstaltungen zur organisieren, darunter Solarspaziergänge durch Quartiere der Stadt oder Solar-Partys, bei denen die Gastgeber*innen ihre Solaranlage vorstellen und fachliche Fragen von Expert*innen beantworten.
Christof Nolda, Umweltdezernent der Stadt Kassel, erklärt: "Auf dem Weg zur Klimaneutralität muss gemäß den Aussagen des Klimaschutzrates Solarenergie bis 2030 einen maßgeblichen Anteil des Stromverbrauchs in Kassel decken. Daneben zahlt sich Sonnenstrom auch in anderer Hinsicht aus: Er macht uns unabhängig von fossilen Energieträgern und trägt damit zur Versorgungssicherheit bei. Eine Vielzahl von Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, aber auch Mieterinnen und Mieter, Unternehmen, Vereinen und weiteren Immobilienbesitzerinnen und Immobilienbesitzern ist bereits von den Vorteilen der Solarenergie überzeugt. Wir wollen Hemmnisse abbauen und ermutigen, gemeinsam aktiv zu werden. In Kassel haben wir ein breites Spektrum an Solar- und Klimaschutz-Akteurinnen und -Akteuren, die hier unterstützen können und wollen. Kassel macht Watt!"
Sophie-Marie Jahn 25.07.2022










