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Dr. Oliver von Wrochem wird neuer Vorstand der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen - Foto: Mark Mühlhaus, attenzione photographers

Gedenkstätte

Hamburger Gedenkstätten-Stiftung erhält neuen Vorstand

Die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen hat Dr. Oliver von Wrochem als neuen Vorstand gewählt. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Detlef Garbe an, der diese Funktion seit zwei Jahren innehat.

Von Wrochem ist Leiter des Studienzentrums der KZ-Gedenkstätte Neuengamme (seit 2009) und Leiter der der KZ-Gedenkstätte Neuengamme (seit Juni 2019). Er weist langjährige Erfahrung in universitärer und außeruniversitärer Forschungs- und Vermittlungsarbeit auf. Unter anderem war er an der Universität Hamburg, dem Hamburger Institut für Sozialforschung und der Helmut-Schmidt-Universität aktiv.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, sagt: "Oliver von Wrochem hat die Gedenkstätte Neuengamme in den letzten Jahren maßgeblich mit geprägt. Dabei hat er immer insbesondere die Frage im Blick, wie wir die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus gerade auch für und gemeinsam mit jungen Menschen in Zukunft lebendig gestalten können. Oliver von Wrochem hat erfolgreich die Weiterentwicklung der Stiftung mit auf den Weg gebracht und unter anderem mit den Planungen zum Aufbau des Dokumentationszentrums denk.mal Hannoverscher Bahnhof die Gedenkarbeit in Hamburg auch räumlich weiter in die Stadtgesellschaft getragen. Mit ihm werden wir die Gedenkstätten und Lernorte in Hamburg erfolgreich weiter entwickeln."

Zur Stiftung gehören derzeit neben der KZ-Gedenkstätte Neuengamme drei weitere Hamburger Gedenkstätten in Poppenbüttel, in Fuhlsbüttel und am Bullenhuser Damm in Rothenburgsort. Geplant ist, diese in den nächsten Jahren weiterzuentwickeln und die Dauerausstellungen zu erneuern. Die Stiftung wird zudem den Geschichtsort Stadthaus als innerstädtischen Lernort in ihre Trägerschaft übernehmen. Darüber hinaus soll die Stiftung bis 2026 das Dokumentationszentrum denk.mal Hannoverscher Bahnhof entwickeln. Ein Schwerpunkt der Stiftung ist die Forschungs- und Vermittlungsarbeit zum Nationalsozialismus.

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Anja Lüth 15.08.2022

 

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