
Digitale Behördengänge sparen Zeit und Ressourcen und schonen das Klima. Die Mehrheit der Deutschen will in Zukunft nur digital mit Ämtern kommunizieren - Foto: Robert Kneschke
Digitalisierung
Bürger:innen fordern mehr digitale Behördengänge
Eine Studie des Digitalverbands Bitkom aus Berlin hat ergeben, dass die Deutschen eine digitale Kommunikation mit den Behörden bevorzugen. Mehr als 1.000 Personen ab 16 Jahren nahmen dafür an einer Umfrage teil. Demnach wollen drei von vier Deutschen (76 %) in Zukunft persönliche Dokumente in einem Online-Bürgerkonto abrufen, Verwaltungsfragen online klären oder über Messenger mit Angestellten einer Behörde kommunizieren.
Darüber hinaus wollen 33 Prozent der Befragten künftig nur noch digital mit Behörden in Kontakt treten. Die Kombination Briefpost und digital bevorzugen immerhin noch 43 Prozent. Nur ein Fünftel (21 %) will auf dem Postweg mit den Behörden kommunizieren.
Zu den beliebtesten Kommunikationskanälen gehört das Online-Servicekonto (66 %). Den E-Mail-Kontakt finden 46 Prozent praktisch. Messenger wie WhatsApp, Signal oder Telegram würden knapp ein Fünftel der Befragten (19 %) nutzen.
Bitkom-Präsident Achim Berg sagt: "Was in Ländern wie Dänemark eine Selbstverständlichkeit ist, wünschen sich auch die Menschen in Deutschland: unabhängig von Zeit und Ort Behördengeschäfte zu erledigen. Den Ämtern würde das meterdicke Aktenberge ersparen, Millionen Briefe würden überflüssig und die Umstellung auf papierlose Kommunikation wäre nicht zuletzt ein wichtiger Beitrag, knappe Ressourcen wie Holz und Wasser zu sparen und das Klima zu schonen. In der Verwaltung können digitale Informationen direkt strukturiert erfasst und ohne Medienbrüche verarbeitet werden – schneller, effizienter und weniger personalintensiv."










