ANZEIGE

Die Städte Osnabrück, Wolfsburg und Hildesheim wurden für ihre Projekte ausgezeichnet, die den Kunststoffkonsum verringern – Foto: BUND

Wettbewerb

Niedersachsen zeichnet "kunststoffbewusste" Kommunen aus

Seit November 2020 läuft das vom niedersächsischen Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Hannover, ins Leben gerufene Projekt "Kommunaler Wettbewerb – Köpfchen statt Kunststoff". In Zusammenarbeit mit dem niedersächsischen Städtetag, ebenfalls mit Sitz in Hannover, organisiert der BUND zahlreiche Aktionen sowie Informations- und Bildungsangebote, die sich mit der Kunststoffreduktion auseinandersetzen. Ziel ist es, das Umweltbewusstsein der Bevölkerung zu stärken und kommunale Strategien in den Vordergrund zu stellen, die die Verwendung von Kunststoff reduzieren oder vermeiden. Das Projekt wird durch die niedersächsische Bingo-Umweltstiftung (NBU) in Hannover gefördert.

Neben Angeboten der Wissensvermittlung ist auch der Wettbewerb "Köpfchen statt Kunststoff" unter der Schirmherrschaft von Umweltminister Olaf Lies ein zentraler Bestandteil des Projekts. Im Zuge dessen werden innovative Konzepte zur Senkung des Kunststoffkonsums von niedersächsischen Städten und Gemeinden ausgezeichnet. Dadurch sollen Strategien zur Kunststoffreduktion und -vermeidung im öffentlichen Raum gesammelt, neue Initiativen angeregt und das Engagement der Teilnehmenden anerkannt werden. Insgesamt wurden 16 Projekte eingereicht. In den einzelnen Wettbewerbskategorien konnten die Städte Wolfsburg, Hildesheim und Osnabrück die Jury von ihren Projekten überzeugen. 

Die Preisträger wurden am 8. September 2022 im Rahmen einer Siegerehrung bekannt gegeben und dürfen sich nun als "kunststoffbewusste" Kommunen bezeichnen. In der Rubrik "Dauerbrenner" belegt die Großstadt Wolfsburg mit ihrer Mehrwegpfandstrategie für Coffee-to-go und Take-away-Speise den ersten Platz. Bereits im Jahr 2018 etablierte die Kommune ein Netzwerk von Ausgabe- und Annahmestellen zusammen mit dem Münchener Mehrwegsystempartner reCup GmbH, wodurch Einwegverpackungen eingespart werden. 2021 wurde die Initiative in Kooperation mit dem DEHOGA-Kreisverband Region Wolfsburg-Helmstedt um ein Pfandschalenangebot für Take-away-Speisen erweitert.
 

Projekte als Inspiration

Die Stadt Hildesheim setzte sich in der Kategorie "Neuland" durch. Mithilfe des Projektes "WER – Wir entsorgen richtig. Denn Sauberkeit ist Teamarbeit." erweiterte sie die Abfallberatung und Müllbeseitigung um pädagogische Aufklärung durch Gespräche und Aktionen. Diese thematisieren unter anderem die Müllproblematik und suchen gemeinsame Lösungen mit lokalen Akteurinnen und Akteuren. Das bereits abgeschlossene Projekt "Plastiktütenfreies Osnabrück" überzeugte in der Rubrik "Oldies but Goldies". Initiiert wurde das Vorhaben von Schüler:innen der Ursulaschule Osnabrück. Anschließend entwickelte es sich zu einer stadtweiten Bewegung.

Alle eingereichten Beiträge werden als Best-Practice-Beispiele Teil einer neuen Broschüre über die Auswirkungen des Kunststoffkonsums. Sie sollen dabei helfen andere Städte und Gemeinde dazu anzuregen, auch aktiv zu werden.

Susanne Gerstner, Landesvorsitzende des BUND Niedersachsen, erklärt: "Plastikmüll ist nicht nur ein Problem an den Küsten. Auch abseits der Strände hat achtlos weggeworfener Unrat fatale Folgen für Natur und Umwelt. Der rege Austausch im Projekt mit interessierten Bürger*innen hat gezeigt, dass dieses Umweltproblem viele Menschen bewegt. Gemeinsam mit Kommunen, Wissenschaft, Bildungseinrichtungen und Medien ist es uns gelungen, das Bewusstsein für unseren Kunststoffkonsum zu stärken und den Bürger*innen gezielt Denkanstöße zu geben, um Plastik im Alltag möglichst zu vermeiden."

 

Aktuelle Ausgabe

5-6/2026

Marketplace

Präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre Dienstleistungen. Zum Marketplace









Newsletter

Save the Date

Weitere Publikationen

Place Brands
Persönlichkeiten im Stadtmarketing

Social Media

Abonnement hier widerrufen

Weitere Webseiten