
Mithilfe einer gemeinschaftlich erarbeiteten Tourismusstrategie möchte Dresden den Tourismus in der Region unterstützen – Foto: rh2010-AdobeStock
Strategie
Dresden setzt Schwerpunkte im Tourismus
Die Stadt Dresden und die Dresden Marketing GmbH (DMG) haben zusammen mit der lokalen Tourismusbranche sowie Wissenschaftseinrichtungen, Verkehrsträgern und Kultureinrichtungen eine Tourismusstrategie entwickelt. Dadurch soll der Standort Dresden mit seinen Potenzialen in Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung ganzheitlich betrachtet werden. Der Schwerpunkt liegt unter anderem auf dem Erhalt und der Steigerung der Lebens- sowie Aufenthaltsqualität für die Stadtbevölkerung und Gäste. Zudem thematisiert die Strategie aktuelle Fragen und Herausforderungen der Tourismuspolitik wie die Fachkräftesicherung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Im vierten Quartal 2022 soll der Stadtrat über die Tourismuskonzept abstimmen.
Insgesamt lassen sich vier zentrale Punkte identifizieren. Zum einen möchte sich die Landeshauptstadt künftig stärker international positionieren, um mitunter Fach- und Arbeitskräfte aus dem Ausland zu gewinnen. Dabei helfen soll die Etablierung einer Willkommenskultur. Zum anderen möchten die Verantwortlichen auch die regionale MICE-Branche stärken. Corinne Miseer, Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH, erklärt: "Im Segment des Geschäftsreisetourismus werden zwei Drittel der Wertschöpfung aus dem Tourismus erwirtschaftet. Deshalb müssen wir vor allem Tagungen, Kongresse und Events verstärkt akquirieren." Zur Unterstützung des Geschäfts- und Veranstaltungstourismus ist geplant, die Mittel für die Kongressakquise langfristig zu sichern. Zudem sollen ab 2023/2024 zusätzliche Gelder zur Verfügung stehen, um den MICE-Standort Dresden gezielt auf internationalen Märkten zu vermarkten.
Den Freizeittourismus wollen die Verantwortlichen durch den Ausbau der öffentlichen Infrastruktur und des Personennahverkehrs (ÖPNV) stärken, dazu gehören öffentliche Toiletten, eine Orientierung und einen Tourismusservice im gesamten Stadtgebiet, Camping- und Caravanstellplätze sowie eine gute Fahrradinfrastruktur. Des Weiteren sei das Thema Nachhaltigkeit weiterhin von wesentlicher Bedeutung. Laut der sächsischen Stadt sind Urlauber:innen in Dresden Elbland besonders nachhaltigkeitsaffin und schätzen das Potenzial der Region als nachhaltige Destination als hoch ein. Zuletzt rückt die Tourismusstrategie die Zusammenarbeit aller Akteurinnen und Akteure in den Vordergrund, um die Destination Dresden langfristig zu stärken.
Sebastian Klink, erster stellvertretender Vorsitzender des Tourismusverbandes Dresden, erklärt: "Die Tourismusbranche braucht eine unterstützende, ermöglichende Stadtverwaltung und ein zentrales Destinationsmanagement, die zusammen alle notwendigen Kräfte und Impulse bündeln. Während der Workshops in den vergangenen Monaten wurde deutlich: Es gibt diese Kräfte und Impulse sowie – was noch wichtiger ist – eine große Bereitschaft von den Akteuren, sie einzubringen. Wirklich erfolgreich sind wir nur, wenn wir die gemeinsame strategische Zusammenarbeit verstetigen. Schließlich ist es die Aufgabe aller Dresdner, die Gäste, Kunden, Investoren sowie zukünftige Fach- und Arbeitskräfte von Dresden zu begeistern und die Bekanntheit über Grenzen hinweg zu steigern. Wie wir dabei vorgehen, legt die jüngst erarbeitete Tourismusstrategie ganz klar fest. Sie gibt Orientierung und Struktur."
Sophie-Marie Jahn 16.09.2022









