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Die Städte Hamburg, München und Dresden sind die drei smartesten Städte in Deutschland – Foto: Bitkom e.V.

Ranking

Städte rücken beim Smart City Index enger zusammen

Die Hansestadt Hamburg führt den Smart City Index 2022 des Berliner Bitkom-Verbandes mit 86,1 Punkten auch im vierten Jahr in Folge an. Mit einem Abstand von 0,8 Punkten liegt München dicht dahinter auf Platz zwei (85,3). Den Bronzerang sicherte sich die Stadt Dresden (81,6), die sich um drei Plätze im Vergleich zum Vorjahr verbesserte. Wie auch schon im Ranking 2021 gehören die Städte Köln, Stuttgart, Bochum und Darmstadt (Platz 10) zu den smartesten Städten Deutschlands. Neu in der Top 10 sind Nürnberg (6), Aachen (7) und Düsseldorf (9). Alle drei steigerten sich um zehn Plätze. Innerhalb des Smart City Index rücken die Städte immer enger zusammen. Der Abstand zwischen dem vierten und zehnten Platz beträgt lediglich 4,1 Punkte.

Der enge Wettbewerb bei der Platzierung wird auch in den fünf Kategorien deutlich. Während Hamburg 2021 noch in vier Kategorien Spitzenreiter war, führt sie 2022 lediglich die Rubrik Gesellschaft an mit 98,1 Punkten – gefolgt von Dresden (95,0) und Düsseldorf (93,9). Nürnberg belegt gleich in zwei Kategorien Platz eins – zum einen in der Verwaltung (87,3), zum anderen bei der Mobilität (94,2). In den beiden Rubriken IT und Kommunikation sowie Energie und Umwelt konnten sich Städte außerhalb der Top 10 sichern. In dem Bereich IT und Kommunikation liegt Gelsenkirchen auf dem führenden Platz (88,1). In der Kategorie Energie und Umwelt konnte die Stadt Paderborn überzeugen (87,3)

Der Aufsteiger des Jahres ist Oldenburg. Durch eine Verbesserung in allen Bereichen konnte sich die Stadt von Platz 56 (2021) auf Rang 31 steigern. Zu den weiteren Aufsteigern des diesjährigen Rankings gehören Hannover auf Rang 24 (2021: 45), Siegen auf Platz 58 (2021: 75) und Bergisch-Gladbach, das sich um 14 Ränge auf Platz 66 verbessern konnten. Die Absteiger des Jahres sind Rostock (71), Jena (59) und Bielefeld (46).
 

Städte treiben digitale Verwaltung voran

Bei der Gesamtbetrachtung des Smart City Index wird deutlich, dass die Städte insbesondere im Bereich der digitalen Verwaltung Investitionen getätigt und sich verbessert haben. Den niedrigsten Wert im Kategorienvergleich verzeichnet die Rubrik Energie und Umwelt. Zudem schnitten Städte in Sachsen, Baden-Württemberg und Bayern besonders gut ab. Auch Kommunen in Rheinland-Pfalz und Hessen liegen über dem Durchschnitt. Dagegen sind Städte in Nordrhein-Westfalen und Hessen im Vergleich eher unterdurchschnittlich. Darüber hinaus schneiden Universitätsstädte im Smart City Index besser ab.

Bitkom-Präsident Achim Berg erklärt: „Der Smart City Index zeigt den Fortschritt bei der Digitalisierung der deutschen Großstädte. Keine Stadt ist bei der Digitalisierung im Vergleich zum Vorjahr zurückgefallen, überall ist das Niveau gestiegen – beim Tempo aber zeigen sich teilweise deutliche Unterschiede. Denn auch in diesem Jahr gibt es eine große Dynamik im Ranking. Hamburg konnte seinen Titel zum vierten Mal in Folge verteidigen, aber der Vorsprung ist so knapp wie nie. Dahinter rückt alles enger zusammen und auch die Nachzügler können Boden gut machen. Die Spitze ist breiter geworden. Räumte Hamburg im Vorjahr noch in vier von fünf Kategorien ab, haben wir 2022 in jeder Kategorie eine andere Gewinnerstadt. In den Städten herrscht ein enormer digitaler Tatendrang.“

Zu den Erfolgsfaktoren einer Smart City zählt der Verband unter anderem eine engagiert Stadtpolitik, Innovationsfreude sowie eine gewisse Risikobereitschaft. Des Weiteren sind eine digitale Stadtentwicklungsstrategie, die Bündelung von Smart-City-Kompetenzen in der Stadtverwaltung sowie ein Netzwerk aus lokaler Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft von Bedeutung. Auch die Beteiligung und die Offenheit der Stadtgesellschaft spielt eine maßgebliche Rolle für eine Smart City.

 

 

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