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Fachkräfte

Junge Menschen machen oft Überstunden

Der Fachkräftemangel hat sich in den vergangenen Monaten zugespitzt. In vielen Bereichen fehlt es an Personal und sorgt dafür, dass die verbliebenen Mitarbeiter:innen einen erhöhten Stresslevel auf der Arbeit aufweisen.

Zu diesem und anderen Ergebnissen kommt das Marktforschungsunternehmen Mintel, Düsseldorf, im Rahmen einer Umfrage von mehr als 1.000 Verbraucherinnen ab 16 Jahren in Deutschland. Demnach erfüllen viele Menschen oftmals mehr Aufgaben als eigentlich gefordert sind. So gaben 48 Prozent der Arbeitnehmer:innen an, länger zu arbeiten als vertraglich vorgesehen. Zudem gehen 62 Prozent der Befragten arbeiten, obwohl sie sich krank fühlen. Dies betrifft vor allem 72 Prozent der Generation Z (16-25 Jahre). Das Resultat dieser Arbeitsweise ist häufig, dass sich die Menschen nach einem Arbeitstag ausgelaugt fühlen (57 %) und nicht richtig abschalten können (38 %).

"Viele Arbeitnehmer sind am Limit. Vor dem Hintergrund des aktuellen Fachkräftemangels kann es sich aktuell aber kein Arbeitgeber mehr leisten, nicht auf die Work-Life-Balance seiner Mitarbeiter zu achten. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter halten wollen, sind zum Handeln gezwungen", sagt Dr. Jennifer Hendricks, Mintel-Analystin.

Darüber hinaus beschäftigte sich Mintel in der Umfrage mit der Arbeitsmarktsituation in den kommenden zwölf Monaten. Mehr als ein Viertel der befragten Arbeitgeber (27 %) will sich nach einem neuen Arbeitsplatz umsehen. Bei den 16- bis 34-Jährigen sind es sogar 40 Prozent. Die Gründe reichen von einer besseren Bezahlung (49 %), Sorge um die finanzielle Lage im kommenden Jahr (37 %) und die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben (34 %).

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Anja Lüth 28.09.2022

 

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