
Der Deutsche Museumsbund mit Prof. Dr. Wiebke Ahrndt als Präsidentin fordert, dass Museen zielgerichtete Unterstützung in der Energiekrise brauchen - Foto (li.): Agentur Cuvee
Appell
Das fordert der Museumsbund in Anbetracht der Energiekrise
Zahlreiche Städte in Deutschland arbeiten aktuell an einem Plan, wie die Museen Energie sparen können. Auch der Deutsche Museumsbund, Berlin, hält für seine Mitglieder Tipps bereit, um möglichst gut, durch die dunkle Jahreszeit zu kommen und die Exponate energieschonend zu bewahren.
Darüber hinaus hat der Bundesverband einen Appell an die Bundesregierung gerichtet, der mehrere Forderungen beinhaltet:
- Die Museen benötigen aufgrund steigender Energiepreise finanzielle Unterstützung. Idealerweise sollen für 2022 zusätzliche Mittel bereitgestellt werden und das Budget für betriebliche Fixkosten der Folgejahre entsprechend erhöht werden.
- Die erneute temporäre Schließung von Museen muss verhindert werden. Denn dem Museumsbund zufolge verursache "eine Schließung der Museen mittelbare soziale und volkswirtschaftliche Schäden, die zum Nutzen in einem elementaren Missverhältnis stehen". Weiter heißt es, dass die Maßnahme, "aufgrund der Energiekrise daher ein rein symbolischer, politischer Akt ohne Wirkung auf den Energieverbrauch" wäre.
- Die Bedeutung von Museen als wichtige Bildungs- und Erlebnisorte muss Konsens werden. Denn die Einrichtungen bilden in Zeiten von Krisen und einer daraus entstehenden psychischen Belastung in gewisser Weise einen Ort, der Menschen aus ihrer Isolation herausholen kann, ein stabiles Umfeld liefert und Menschen zusammenführt.
- Der Bund muss Museen als kulturgutbewahrende Einrichtungen priorisieren. Denn nur wenn geeignete Voraussetzungen geschaffen werden, um eine Versorgung auch in Krisenzeiten zu gewährleisten, könne das Kulturgut bewahrt werden.
- Die Museen brauchen langfristig angelegte Fördermöglichkeiten für die Maßnahmen zur Energieeinsparung. Der Museumsbund fordert, dass die Einrichtungen finanziell in der Lage sein müssen, zum Beispiel 100 Prozent Ökostrom zu beziehen und somit langfristig energieeffizienter, ökologischer und nachhaltiger zu agieren.









