ANZEIGE

Der Zukunftsatlas 2022 kommt zu dem Ergebnis, dass der Süden Deutschlands die besten Zukunftschancen besitzt (rot). Das Potenzial im Osten ist dagegen ziemlich gering (blau) – Foto: Prognos AG Berlin

Ranking

Süddeutschland weist hohes Zukunftspotenzial auf

Der Berliner Standort der Prognos AG mit Hauptsitz in Basel untersucht seit 2004 die Zukunftschancen und -risiken deutscher Regionen. Im Zuge dessen erscheint alle drei Jahre der Zukunftsatlas, der Transformationspotenziale sowie regionale Entwicklungen sichtbar macht. In einem Standortranking werden die 400 Kreise und Städte miteinander vergleichen. Dabei kommen vier Themenfelder zum Einsatz, die insgesamt 29 makro- und sozioökonomische Indikatoren erfassen. Dazu gehören Demografie, Arbeitsmarkt, Wettbewerb und Innovation, sowie Wohlstand und soziale Lage.

Im Vergleich zum Zukunftsatlas 2019 schneiden die Regionen im Ranking etwas schlechter ab, was laut Prognos auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist. Am besten für die Zukunft aufgestellt sind Großstädte wie Hamburg, Berlin, die Rhein-Schiene, Frankfurt am Main, Stuttgart, Nürnberg-Erlangen und München. Diese konnten ihr Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2015 bis 2020 steigern. Sie weisen sich unter anderem durch eine starke Ausstrahlung in das Umland aus. Auch die Regionen Ostwestfalenlippe, das Münsterland, das Emsland sowie Mainfranken und Donau-Iller schneiden im Zukunftsatlas 2022 gut ab. Sie zeichnen sich durch eine wachsende Bevölkerung, einen stabilen Beschäftigungsstand sowie eine gute Wirtschaftsstruktur und einen gesunden Mittelstand aus.

 

Zu den Top 10 Regionen mit den besten Zukunftschancen gehören:

  1. München (Landkreis)

  2. Erlangen (Stadt)

  3. München (Stadt)

  4. Ingolstadt (Stadt)

  5. Wolfsburg (Stadt)

  6. Böblingen (Landkreis)

  7. Darmstadt (Stadt)

  8. Stuttgart (Stadt)

  9. Starnberg (Landkreis)

  10. Heilbronn (Landkreis)

 

Innerhalb der vier Themenfelder werden Unterschiede zwischen den Regionen deutlich. Im Bereich Demografie belegt die Stadt Flensburg Rang eins – gefolgt von Würzburg und Darmstadt. Die Rubrik Arbeitsmarkt wird von der Stadt Erlangen angeführt, die vor dem Kreis München und Darmstadt liegt. Die Stadt Wolfsburg konnte im Bereich Wettbewerb und Innovation überzeugen. Auf Platz zwei und drei folgen der Kreis München und Ingolstadt. Der Wohlstand und die soziale Lage ist am besten in den Kreisen Starnberg, München und Roth.

Dennoch stehen die Kreise und Städte einigen Herausforderungen gegenüber, beispielsweise dem Fachkräftemangel oder der alternden Bevölkerung aufgrund der demografischen Entwicklung. In Ostdeutschland schrumpft die Bevölkerung sogar. Zudem sind dort weniger Akademiker:innen vertreten als in Westdeutschland. Darüber hinaus verursachte die Pandemie von 2018 bis 2021 ein verlangsamtes Bevölkerungswachstum und auch der Beschäftigungsstand stieg nur bedächtig an.
 

Fokus auf Zukunftsbranchen

Einen Schwerpunkt des diesjährigen Zukunftsatlas bilden die zwölf Zukunftsbranchen Deutschlands, darunter die Kunststoffindustrie, der Maschinen- und Fahrzeugbau sowie die Gesundheitswirtschaft. Die Zahl der Beschäftigten in diesen Branchen ist von 2018 bis 2021 um rund 4,3 Prozent gestiegen. Vor allem im Süden Deutschlands sind die Menschen in Zukunftsbranchen aktiv.

Die Studie betrachtet dabei die Bereiche IT und Telekommunikation sowie Maschinenbau näher. Insbesondere Großstädte wie Berlin, München und Hamburg weisen eine starke regionale Kompetenz in dem Feld IT und Telekommunikation auf. Im Maschinenbau sind vor allem der Süden und Nordweste gut aufgestellt, unter anderem mit der Region Esslingen und dem Rems-Murr-Kreis sowie Bodenseekreis.

 

 

Aktuelle Ausgabe

5-6/2026

Marketplace

Präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre Dienstleistungen. Zum Marketplace









Newsletter

Save the Date

Weitere Publikationen

Place Brands
Persönlichkeiten im Stadtmarketing

Social Media

Abonnement hier widerrufen

Weitere Webseiten