
Der öffentliche Dienst ist laut einer EY-Studie die Top-Adresse für Studierende - Foto: Gorodenkoff_AdobeStock
Fachkräfte von morgen
So attraktiv finden Studierende den öffentlichen Dienst
Fast drei Millionen Studierende waren im Wintersemester 2021/2022 an deutschen Hochschulen immatrikuliert. Viele von ihnen treten schon bald ins Berufsleben ein. Und sie haben konkrete Vorstellungen, welche Anforderungen ihr zukünftiger Arbeitgeber erfüllen soll, so das Ergebnis einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young), Stuttgart. Zu den wichtigsten Kriterien bei der Auswahl des Arbeitgebers gehören demnach ein gutes Gehalt (53 %) und ein sicheres Arbeitsverhältnis (52 %).
Zu den attraktivsten Branchen, die diese Wünsche abdecken können, gehört der öffentliche Dienst. Zumindest sehen das 27 Prozent der befragten Absolvent:innen so. Vor allem Frauen (34 %) können sich vorstellen, dort einen Job anzunehmen. Bei Männern liegt der Anteil bei 20 Prozent. Mit diesem Ergebnis liegt der öffentliche Dienst als attraktiver Arbeitgeber vor dem Gesundheitswesen und der Pharmabranche sowie der Wissenschaft (je 18 %) und der IT-Branche (17 %).
Wirft man einen genaueren Blick auf das Sicherheitskriterium, so wird deutlich, dass dieser vor allem bei Frauen stark ausgeprägt ist. Jede dritte Studentin stuft den öffentlichen Dienst diesbezüglich als attraktiv ein. Nur 18 Prozent finden, dass Großkonzerne dies gewährleisten können. Bei den männlichen Kommilitonen verhält es sich anders: Rund ein Drittel (32) findet, dass Großkonzerte in Bezug auf Sicherheit attraktiv sind, der öffentliche Dienst kommt nur auf 21 Prozent Zustimmung.
Jan Rainer Hinz, Mitglied der Geschäftsführung und Leiter Personal bei EY, sagt: "Die Ergebnisse der Befragungen zeigen, dass vor allem Frauen davon ausgehen, dass sich die Kombination aus Karrierezielen auf der einen und Familienplanung auf der anderen Seite im öffentlichen Dienst am besten verwirklichen lassen. Dabei ist fraglich, ob Konzerne hier tatsächlich hinterherhinken. Ganz im Gegenteil: Unternehmen – aber auch der Gesetzgeber – haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen ergriffen, damit Arbeitnehmer ihr Privat- und Berufsleben besser in Einklang bringen können."
Neben den beiden genannten Kriterien (gutes Gehalt und Sicherheit) gibt es aber noch weitere Wünsche: die Vereinbarkeit von Job und Familie sowie die flexible Arbeitszeiten. So hat der Wunsch nach Work-Life-Balance deutlich zugenommen: Mehr als jeder zweite Befragte (51 %) gibt an, dass dies einer der Top-Faktoren bei der Wahl Arbeitgebers ist. Auch der Wunsch nach flexiblen Arbeitszeiten ist stärker geworden (44 %).










