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Die Menschen nutzen das Taxi oder das Flugzeug seltener als Fortbewegungsmittel – Grafik: Bitkom e.V.

Mobilität

Deutsche sind häufiger mit dem Fahrrad unterwegs

Der Berliner Bundesverband Bitkom hat im Rahmen eine Studie über 1.000 Deutsche ab 16 Jahren zu dem Thema Mobilität befragt. Zu den Schwerpunkten gehörten das Mobilitätsverhalten und verschiedene Transportmöglichkeiten, wie der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) oder Sharing-Angebote. Insgesamt gaben 96 Prozent der Befragten an, ihr Mobilitätsverhalten grundlegend verändert zu haben. Die Ursache für diese Entwicklung sehen sie vor allem in der Klimakrise (55 %), dem Neun-Euro-Ticket und den gestiegen Benzinpreisen (41 %) sowie der Corona-Pandemie (30 %).

Infolgedessen waren 39 Prozent vermehrt mit dem Fahrrad unterwegs oder nutzten On-Demand-Angebote wie Ride-Pooling oder Ride-Hailing (25 %). Zudem griff ein Viertel der Studienteilnehmer:innen auf die Option des Car-Sharings zurück. Im Gegensatz dazu büßten das Flugzeug (75 %), das Taxi (46 %) und der Schienenverkehr (35 %) an Fahrgästen ein. Die Mehrheit sieht in neuen Mobilitätsangeboten eine Chance, um aktuelle Herausforderungen anzugehen. Unter anderem könne dadurch die Lebensqualität auf dem Land erhöht (89 %) und ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden (82 %). Darüber hinaus bieten sie das Potenzial, sich für wenig Geld fortbewegen zu können.

Insbesondere gegenüber den neueren Modellen Ride-Pooling (83 %) und Ride-Hailing (71 %) sind die Befragten positiv eingestellt. Ersteres umfasst die Bildung von Fahrgemeinschaften mit einem ähnlichen Ziel. Bei Ride-Hailing buchen Fahrgäste eine Mitfahrgelegenheit per App. Bekannte Ride-Hailing-Anbieter sind beispielsweise Uber oder Lyft. Auch Sharing-Angebote werden von den Umfrageteilnehmer:innen positiv bewertet. 81 Prozent sind zufrieden mit diesen bei ihnen vor Ort. Zu den Vorteilen gehört dabei, dass sie eine umweltfreundliche Alternative darstellen (86 %) sowie kostengünstiger (80 %) und alltagstauglicher sind (81 %). In den vergangenen zwölf Monaten nutzten rund ein Viertel Bike-Sharing-Angebote (22 %). Der prozentuale Anteil bei E-Scooter- und Car-Sharing-Möglichkeiten lag bei 16 beziehungsweise 13 Prozent.

Das Interesse an Sharing-Diensten ist groß, insbesondere in Regionen, in denen diese bislang noch nicht verfügbar sind. Fast die Hälfte der dort lebenden Teilnehmer:innen würden gerne solche Angebote in Anspruch nehmen, insbesondere in den Bereichen Fahrrad (47 %), E-Scooter (45 %) und Auto (34 %).

Zukunftsmodell: Autonomes Fahren

Eine weitere zentrale Erkenntnis: Die Menschen sind zunehmend bereit, autonome Verkehrsmittel zu nutzen. Ganz vorne dabei sind selbstfahrende Taxis (71 %) – gefolgt von fahrerlosen U- oder S-Bahnen (68 %), Bussen (67 %) und Autos (63 %). Allerdings zweifeln die Befragten an einer zeitnahen Nutzung dieser Angebote. Lediglich 26 Prozent nehmen an, dass es diese Möglichkeiten in den nächsten zehn Jahren geben wird. Fast die Hälfte glaubt, dass es sogar noch länger dauern wird (46 %).

Darüber hinaus schreiben die Teilnehmer:innen digitalen Technologien eine große Bedeutung für die Zukunft zu. Daher wünschen sie sich mehr Investitionen seitens der Kommunen und Länder sowie des Bundes, um die digitale Verkehrsinfrastruktur zu verbessern (87 %) und neue Mobilitätsangebote zu fördern (75 %). Dazu gehören beispielsweise zentrale Anlaufstellen für Sharing-Angebote an ÖPNV-Haltepunkten (73 %) und Maßnahmen für einen attraktiveren Fahrradverkehr (56 %).

 

 

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