
Mithilfe von typischen Alltagssorgen macht Be an Angel e. V. auf das Leid der Ukrainer:innen aufmerksam – Foto: WE DO communication
Awareness
Be an Angel startet Spendenkampagne für Ukraine
Die Berliner Hilfsorganisation Be an Angel e. V. ruft mit der Kampagne "Alte Sorgen" dazu auf, für Ukrainer:innen zu spenden. Anlass der Werbeoffensive ist der seit Februar 2022 anhaltende russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Zum Anbruch der kalten Jahreszeit möchte die Wohltätigkeitsorganisation die Spendenbereitschaft der Menschen wieder erhöhen, die aufgrund der Inflation und der gestiegenen Energiepreise gesunken ist. Für die Umsetzung zeichnete die Berliner Agentur WE DO communication verantwortlich.
Mithilfe der Kampagne möchte der Verein zeigen, dass die Ukrainer:innen vor dem russischen Angriff dieselben Sorgen hatten wie die deutsche Bevölkerung. Außerdem möchte sie Empathie wecken. Im Rahmen der Werbeoffensive werden Alltagssorgen relativiert und in einen neuen Kontext gesetzt. Während die Aussage "Es gibt keinen Platz mehr im Keller." vor Kriegsbeginn zu wenig Stauraum bedeutete, ist damit inzwischen fehlender Schutzraum für die Menschen gemeint. Die Kampagne ist deutschlandweit sowie international in Printprodukten zu sehen. Zudem wird sie online ausgespielt.
Be an Angel e. V. unterstützt seit 2015 Geflüchtete, unter anderem bei Asylverfahren, Arztterminen, Schulanmeldungen oder beim Sprachunterricht. Im Jahr 2018 initiierte der Verein das Restaurant Kreuzberger Himmel in Berlin, das von geflüchteten Menschen betrieben wird. Zu Beginn des Ukraine-Kriegs hat Be an Angel e. V. Busse organisiert, um geflüchtete Ukrainer:innen in Sicherheit zu bringen. Zuletzt hat sich die Hilfsorganisation auf die Evakuierung von Ukrainer:innen mit begrenzter Mobilität spezialisiert.

Die Berliner Hilfsorganisation setzt alltägliche Situationen in einen neuen Kontext – Foto: WE DO communication
Sophie-Marie Jahn 02.12.2022










