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Das Führungspositionengesetz unterstützt Frauen, leitende Positionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst zu übernehmen – Foto: golubovy-AdobeStock

Gleichberechtigung

Mehr Frauen in Führungspositionen

Der Frauenanteil in Führungsebenen der Privatwirtschaft, im öffentlichen Dienst und in Gremien des Bundes ist seit dem Inkrafttreten des Führungspositionengesetz FüPoG) im Jahr 2015 kontinuierlich gewachsen. Zu diesem Ergebnis kommt die sechste jährliche Information der Bundesregierung über die Entwicklung des Frauenanteils an Führungsebenen und in Gremien der Privatwirtschaft und des öffentlichen Dienstes. Demnach stieg der Frauenanteil in den Aufsichtsräten börsennotierter und paritätisch mitbestimmten Gesellschaften 2019 auf 35 Prozent (2015: 25 %). Damit liegt der Wert über der geltenden Mindestquote von 30 Prozent. Auch der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der 2.300 betrachteten Unternehmen erhöhte sich 2019 auf 23,6 Prozent (2015: 18,6 %). Allerdings bleiben Frauen in den Unternehmensvorständen mit einem Anteil von 8,7 Prozent weiterhin unterrepräsentiert.

Zudem steigt der Frauenanteil bei den Führungskräften im öffentlichen Dienst des Bundes. Dieser hat es sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 alle Führungspositionen paritätisch zu besetzen. 2021 waren rund 39 Prozent der Führungskräfte in den obersten Bundesbehörden weiblich (2015: 33 %). Die Gremien und Aufsichtsgremien des Bundes nähern sich einem gleichmäßigen Verhältnis von Frauen und Männern an. Ende 2020 lag der Frauenanteil dort bei 48,1 Prozent. In den Überwachungsgremien der 51 Unternehmen mit unmittelbarer Mehrheitsbeteiligung des Bundes beträgt der Frauenanteil Ende 2020 43,2 Prozent, in den Geschäftsführungspositionen 26,8 %. Die Überwachungsgremien aller Unternehmen mit unmittelbarer Bundesbeteiligung dokumentierten einen Frauenanteil von 39,3 Prozent.

Bundesfrauenministerin Lisa Paus sagt: "Die gesetzlichen Vorgaben haben dafür gesorgt, dass immer mehr Frauen in Führungspositionen arbeiten. Bis Frauen allerdings auch in allen Vorständen vertreten sind, muss noch einiges geschehen. Der Bund geht mit den eigenen Unternehmen, den Bundesgremien und der Bundesverwaltung voran: 2019 lag der Frauenanteil bei den wesentlichen Gremien und Aufsichtsgremien des Bundes bei 48 Prozent. Um insgesamt Parität im öffentlichen Dienst des Bundes bis 2025 zu erreichen, müssen wir das Tempo aber noch erhöhen. Dasselbe erwarte ich von der Privatwirtschaft. Dort lag der Frauenanteil in den Aufsichtsräten vor drei Jahren bei 23,6 Prozent."

Die jährliche Information der Bundesregierung über die Entwicklung des Frauenanteils analysiert, wie viele Führungspositionen in privatwirtschaftlichen Unternehmen und im öffentlichen Dienst weiblich besetzt sind. Der aktuelle Bericht hat die Führungsebenen und Gremien der Privatwirtschaft bis 2019, die Unternehmen mit unmittelbarer Mehrheitsbeteiligung des Bundes bis Ende 2020, den öffentlichen Dienst des Bundes in den obersten Bundesbehörden bis Juni 2021 und im nachgeordneten Bereich bis 2019 sowie die Gremien des Bundes bis Ende 2020 untersucht.

 

 

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