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Marktforschung

Hamburger Kulturbehörde startet Besucherumfrage

Die Behörde für Kultur und Medien der Hansestadt Hamburg führt in Absprache mit lokalen Kultureinrichtungen im Jahr 2023 eine Publikumsbefragung durch. Ziel ist es, repräsentative Daten zur Besucherstruktur zu ermitteln. Im Fokus stehen dabei die Fragen, wer welche Kultureinrichtung besucht und wie sich die Gäste über die Kulturangebote informieren. Zudem möchte die Kulturbehörde herausfinden, wie die Hamburger Kulturszene wahrgenommen wird und was sich seit Beginn der Corona-Pandemie verändert hat. Für die Umsetzung zeichnet das Leipziger Marktforschungsunternehmen CONOSCOPE verantwortlich. Für die Befragung steht ein Budget von 160.000 Euro zur Verfügung.

Im Rahmen der Umfrage werden für jede einzelne Einrichtung Daten erhoben und analysiert. Darüber hinaus werden die Daten aller Häuser gesammelt ausgewertet, um die Publikumsstruktur der Hansestadt zu definieren. Insgesamt sollen rund 15.000 Menschen befragt werden. Dazu sind an verschiedenen Terminen im Jahr geschulte Interviewende vor Ort in den Kultureinrichtungen. Die Umfrage wird mittels eines analogen oder digitalen Fragebogens durchgeführt. Dieser enthält zum einen Basisfragen für alle Institutionen. Zum anderen können die Häuser eigene Fragen ergänzen.

Die Befragung startet im Januar 2023 und zieht sich über das gesamte Jahr. Zunächst werden Besucher:innen in staatlichen Häusern wie Museumsstiftungen oder Staatstheatern befragt. Dazu gehören unter anderem die Hamburger Kunsthalle, die Elbphilharmonie, die KZ-Gedenkstätte Neuengamme sowie das Planetarium Hamburg. Im Laufe des Jahres können sich auch private Kulturinstitutionen an der Umfrage beteiligen. Ergänzend dazu, ist eine Nicht-Besucherumfrage geplant, um zu ermitteln, warum sich Menschen gegen einen Besuch entscheiden und wie sich ihr Verhalten in der vergangenen drei Jahren verändert hat. Ein erstes Zwischenergebnis ist nach sechs Monaten geplant.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, sagt: "Nach den großen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sehen wir ein sehr uneinheitliches Bild bei den Besucherzahlen: Während einige Kulturveranstaltungen wieder ausverkauft sind, werden andere weiter eher zögerlich besucht. Wir wollen genauer wissen, woran das jeweils liegt und welche Strategien sich lohnen, um das Publikum noch besser anzusprechen. Der erste Schritt ist daher eine breit angelegte Besucherbefragung. Wir wollen erfahren, wie sich das Publikum unserer Kultureinrichtungen zusammensetzt und welche Bedürfnisse es hat. Wir brauchen repräsentative Daten zum Publikum der Kultureinrichtungen und zur Kulturstadt Hamburg. Die Ergebnisse können eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der Kulturstadt Hamburg in den nächsten Jahren sein. Die Kultureinrichtungen können mit dieser Basis noch gezielter auch ein neues Publikum ansprechen und ihre Reichweite vergrößern. Denn wir alle brauchen Kultur."

 

 

 

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