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Mehr als 50 Millionen Deutsche nutzen soziale Medien, ergab eine Erhebung des Bitkom - Foto: sitthiphong/Adobe Stock

Mediennutzung

Facebook und Instagram weiterhin Spitzenreiter

Soziale Medien sind aus dem Marketing und der Kommunikation nicht mehr wegzudenken, denn die Plattformen bieten den Akteurinnen und Akteuren eine gute Möglichkeit, ihre Zielgruppen zu erreichen. Laut einer Erhebung des Digitalverbands Bitkom, Berlin, verwendeten im Jahr 2022 insgesamt 89 Prozent der 1.032 befragten Internet-Nutzer:innen ab 16 Jahren Social Media wie Facebook, Instagram und Twitter. Das entspricht rund 54 Millionen Menschen in Deutschland. Insgesamt sind die Menschen sehr aktiv in den sozialen Netzwerken: Acht von zehn Studienteilnehmer:innen sagten, dass sie aktiv Beiträge gepostet, Inhalte hochgeladen oder Kommentare verfasst haben. Nur neun Prozent der Befragten waren stille Beobachter auf Facebook und Co.

Die überwiegende Mehrheit (71 %) hat die Accounts von Verwandten und Bekannten abonniert. Fast die Hälfte (46 %) folgt Profilen zu Themen wie Mode, Garten, Reisen und Gaming. Auch Mitarbeiter:innen und Vorgesetzte gehören zu den Accounts, denen immerhin 30 Prozent der Teilnehmenden folgen. Ein Drittel (36 %) folgt regionalen Medien und 27 Prozent überregionalen Medien. Politiker:innen sowie Journalistinnen und Journalisten finden sich hingegen nur noch in zwölf beziehungsweise elf Prozent der Abonnement-Listen der User.

Die beliebteste Plattform ist nach wie vor Facebook: 68 Prozent gaben an, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten dort unterwegs waren. Auf Platz zwei schaffte es Instagram mit 54 Prozent, auf Platz drei Pinterest mit 38 Prozent. TikTok und Twitter wurde von jeweils knapp einem Drittel der Studienteilnehmer:innen genutzt. Die beruflichen Social-Media-Portale LinkedIn und Xing wurden von jeweils einem Viertel genutzt, und nebenan.de von einem Fünftel.

Fake News und Hate Speech sind sehr präsent

Die meisten Menschen nutzen die sozialen Medien als virtuelle Orte der Unterhaltung und zur Informationsbeschaffung. Allerdings werden auf den Netzwerken auch häufig Falschmeldungen verbreitet. Im vergangenen Jahr nahmen 66 Prozent der Studienteilnehmer:innen sogenannte Fake News wahr – davon 14 Prozent häufig, 34 Prozent gelegentlich und 18 Prozent selten. Immerhin zwei von zehn Internet-Usern gaben an, keine Falschmeldungen entdeckt zu haben. Weitere 13 Prozent sind sich nicht sicher beziehungsweise wollten dazu keine Angabe machen. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 lag der Wert der entdeckten Fake News bei 92 Prozent.


Die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine sorgten für eine Vielzahl an Fake News - Grafik: Bitkom


Auch mit Hassrede – also beleidigende, rassistische oder volksverhetzende Aussagen und Kommentare – sahen sich eine Mehrheit (59 %) der Social-Media-Nutzer:innen konfrontiert. Zwölf Prozent seien sogar Opfer von Hate Speech gewesen. Diese reagierten darauf zum Teil sehr unterschiedlich: Knapp die Hälfte (42 %) hat sich mit einem eigenen Posting gegen die Äußerung ausgesprochen. 41 Prozent haben die Beträge der jeweiligen Plattform gemeldet und ein Fünftel (19 %) hat dem Verfasser/der Verfasserin der Hassrede eine persönliche Nachricht geschickt. Jedes sechste Opfer unternahm drastischere Maßnahmen und zog sich entweder aus dem Netzwerk zurück (17 %) oder stellte eine Strafanzeige bei Polizei oder Staatsanwaltschaft (16 %).

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Anja Lüth 09.02.2023

 

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