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Die IDS - Internationale Dental-Schau feiert in März 2023 ihr 100-jähriges Bestehen - Foto: © Koelnmesse GmbH / Harald Fleissner

Messegeschäft

Vorsichtig optimistischer Blick auf das Messejahr 2023

Der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der deutschen Wirtschaft (AUMA), Berlin, hat erste Zahlen für das Messejahr 2022 veröffentlicht. Die Bilanz zeigt: Zwar war auch das vergangene Jahr von behördlichen Messeverboten betroffen, doch konnten nach den Lockerungen wieder zahlreiche Messen stattfinden, die eine Vielzahl an Besucher:innen und Ausstellern anzogen.

Insgesamt 7,2 Millionen Besucher:innen und mehr als 142.000 ausstellende Unternehmen verzeichneten die deutschen Messen im Jahr 2022. Das sind 65 Prozent der Messegäste und 70 Prozent der Aussteller aus dem letzten Vor-Corona-Jahr (2019).

Während die inländischen Besucher:innen noch hinter den Werten aus 2019 zurückblieben, so meldeten die Messen ein leichtes Plus bei den ausländischen Messe-Besucher:innen. Insgesamt kamen 1,9 Millionen Menschen aus dem Ausland. Außerdem verzeichneten die Messen Verschiebungen bei den ausstellenden Unternehmen: Von den insgesamt 70.000 Ausstellern kamen im Jahr 2022 knapp 19 Prozent aus Asien. Im Jahr 2019 waren es noch gut 30 Prozent. Dafür reisten 72 Prozent der Aussteller aus europäischen Ländern an. Dieser Wert lag vor Corona bei rund 60 Prozent.
 


Im abgelaufenen Messejahr nutzten weniger ausländische Aussteller die deutschen Messen für die Präsentation ihrer Produkte und Dienstleistungen  - Grafik: AUMA


Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Dachverbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA, sagt: "Das Messejahr 2022 war erneut eine Berg- und Tal-Fahrt, letztlich hat es sich erstaunlich entwickelt. Trotz nicht enden wollender Unsicherheiten verzeichnen erste Branchenmessen überdurchschnittliche Besucher- und Ausstellerquoten. Obwohl die Kosten für Anreise und Übernachtung stark gestiegen sind, wollen Unternehmen auf ihre Branchentreffs nicht verzichten. Nach erster Zurückhaltung im Sommer ist klar, dass Messen bei innovativen Themen für das Gewinnen neuer Kunden und solider Vertriebskanäle die besten Bühnen sind."

Aufgrund dieser Ergebnisse blickt der AUMA vorsichtig optimistisch auf das Messejahr 2023. Mindestens 340 Messen sind geplant. Das entspricht knapp 25 Prozent mehr Messen als im Jahr 2022. Mehr als 110 Messen finden allein im ersten Quartal statt. 2022 waren es im gleichen Zeitraum nur 18.

"Die Weltwirtschaft trifft sich wieder in Messedeutschland. Die starke Internationalität gehört zu unserer DNA. Was in der Politik noch nicht allen klar ist: Zwei Drittel aller Weltleitmessen finden in Deutschland statt. Wir fordern die Bundesregierung auf, diesen Spitzenplatz zu stärken. Doch potenzielle Messeteilnehmer aus Indien, der Türkei oder China können immer öfter nicht einreisen, weil deutsche Visa-Stellen das Messe-Visum nicht rechtzeitig ausstellen. Weniger hausgemachte Probleme, mehr Engagement für den Messeplatz Deutschland: Das würde die Ampel-Koalition schmücken", fügt Holtmeier hinzu.

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Anja Lüth 15.02.2023

 

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