Neue Studie über das Twitterverhalten von Politikern
Sascha Michel, Mitarbeiter am Institut für Kulturwissenschaft der Universität Koblenz-Landau, führt derzeit eine Studie über das Twitterverhalten von Politikern durch. Im Rahmen der Untersuchung äußern sich Spitzenpolitiker verschiedener Parteien über die Funktion von Twitter für den politischen Alltag, legen ihre Twittermotive offen und reflektieren kritisch die grundsätzliche Bedeutung dieses sozialen Mediums für die Politik.
So erläutert zum Beispiel Sebastian Nerz, stellvertretender Bundesvorsitzende der Piratenpartei, in einem Interview seine Gründe, sich bis auf weiteres aus Twitter zu verabschieden. Für ihn trage Twitter eher dazu bei, Konflikte zu verstärken, was auf die selektive mediale Berichterstattung komplexer Vorgänge und das hohe Inszenierungspotential dieser Plattform zurückzuführen sei. Aufgrund der extremen Öffentlichkeit sei Twitter demnach nicht dazu geeignet, parteiinterne Abläufe zu koordinieren und transparent zu machen.
"Ich glaube, es ist eine gute Regel zu sagen: Was ich nicht der BILD und meinem Nachbar sagen würde, das twittere ich nicht. Wenn ich nicht bereit bin, mit der ersten Person, die ich auf der Straße treffe, darüber zu reden, dann hat es auf Twitter nichts zu suchen", so Nerz.
Das gesamte Interview mit Sebastian Nerz finden Sie auf der Internetseite der Universität Koblenz-Landau.
Yvonne Wodzak 13.05.2013










