
Viele Reisende achten inzwischen auf ihren ökologischen Fußabdruck – Foto: malp/AdobeStock
Tourismus
Nachhaltigkeit für deutsche Reisende weniger wichtig
Der aktuelle Reise-Report "Luxury travel post-pandemic" vom Kölner Marktforschungsinstitut YouGov hat die Bedeutung von Luxusreisen nach der Corona-Pandemie untersucht und inwiefern das Thema Nachhaltigkeit das Reiseverhalten beeinflusst. Dafür wurden Menschen in 18 unterschiedlichen Märkten befragt. Demnach sind 42 Prozent der Teilnehmenden bereit, für verantwortungsbewusstes, umweltfreundliches und nachhaltiges Reisen mehr Geld zu bezahlen. Die Bereitschaft ist in den westlichen Märkten geringer als in den asiatischen, wie Indien (68 %), den Vereinigten Arabischen Emiraten (61 %), Indonesien (59 %) und China (55 %). Innerhalb Europas liegt Italien mit 48 Prozent knapp über dem weltweiten Durchschnitt – gefolgt von Spanien (39 %), Schweden (36 %), Polen und Großbritannien (beide 35 %) sowie Dänemark (34 %). Am geringsten ist die Bereitschaft bei den deutschen (30 %) und den US-amerikanischen Befragten (29 %).
Knapp die Hälfte achtet zudem bei der Wahl des Reiseunternehmens, ob sich dieses für Nachhaltigkeit und Umweltschutz einsetzt, indem es beispielsweise lokale Projekte und Gemeinden unterstützt (48 %). Auch hier liegen asiatische Länder vor dem Westen. Spitzenreiter ist Indien mit 69 Prozent. Danach folgen die Vereinigten Arabischen Emirate (65 %) und Indonesien (64 %). In Europa interessieren sich vor allem Spanier:innen dafür, ob ihr Reiseunternehmen sich nachhaltig engagiert (52 %). Weit hinten liegen erneut Deutschland (36 %) und die USA (33 %) gemeinsam mit Dänemark (32 %).
Sophie-Marie Jahn 16.03.2023










