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Die Studienteilnehmer:innen befürchten, dass der Klimawandel ihre Lebensqualität negativ beeinflusst – Foto: Smileus/Adobe-Stock

Nachhaltigkeit

Deutsche Bevölkerung besorgt über Klimakrise

Die Naturbewusstseinsstudie 2021 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) in Berlin und vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn kommt zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit der Deutschen über die Klimakrise und die Naturzerstörung sowie deren negativen Auswirkungen auf den eigenen Lebensstil besorgt ist. Daher sind sie bereit, den gesellschaftlichen Wandel zu einem nachhaltigen und naturverträglichen Lebensstil mitzutragen. Rund 67 Prozent der Erwachsenen und 70 Prozent der Jugendlichen sind der Ansicht, dass es eine gesellschaftliche Aufgabe ist, die biologische Vielfalt zu erhalten.

BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm sagt: "Die Studie zeigt, dass ein Großteil der Bevölkerung, nämlich 86 Prozent der Erwachsenen und sogar 88 Prozent der Jugendlichen, einen umfassenden gesellschaftlichen Wandel für notwendig hält, um die weltweite Natur-, Umwelt- und Klimakrise aufzuhalten. Viele äußern auch die persönliche Bereitschaft, diesen Wandel aktiv durch einen nachhaltigen und naturverträglichen Lebensstil mitzutragen. Diese Bereitschaft zieht sich auch durch alle Bevölkerungsschichten und zeigt, dass ein Einsatz für mehr Naturschutz und Klimaschutz in der Gesellschaft breit unterstützt wird."

Die befragten Jugendlichen weisen zudem eine ausgeprägte Naturbeziehung auf. Für 65 Prozent gehört die Natur zu einem guten Lebensstil dazu. Im Vergleich: Bei den Erwachsenen stimmten nur 50 Prozent dieser Aussage zu. Außerdem hat die Natur im Zuge der Pandemie an Bedeutung gewonnen. Knapp die Hälfte der Jugendlichen gab an, dass ihnen die Natur im Vergleich zu der Zeit vor der Pandemie wichtiger geworden ist (44 %). Bei den Erwachsenen waren es lediglich 38 Prozent.
 

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Bundesumweltministerin Steffi Lemke sagt: "Die meisten Menschen wissen, dass die Klimakrise und das Artenaussterben eng zusammenhängen und sie sind bereit, zum Schutz der Natur ihren eigenen Lebensstil nachhaltiger zu gestalten. Das ist eine gute Nachricht. Viele der Befragten sind auch zuversichtlich, dass sie persönlich oder gemeinsam mit anderen etwas für den Schutz der Natur und des Klimas bewirken können. Das ist ein starker Rückhalt für das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz des Bundesumweltministeriums. Entsprechende Maßnahmen und Förderprogramme zum Schutz von Natur und Klima müssen nun schnell und effektiv umgesetzt werden."

Die Naturbewusstseinsstudie wird seit 2009 aller zwei Jahre neu aufgelegt. Im Verlauf der Studienreihe wird deutlich, dass die Teilnehmenden den Zustand von Natur und Landschaft zunehmend negativ bewerten. Während bei der letzten Erfassung der Frage im Jahr 2011 noch 27 Prozent der Erwachsenen gesagt haben, dass sie eine deutliche Verschlechterung wahrnehmen, waren es 2021 bereits 50 Prozent.

Im Rahmen der siebten Untersuchung wurden im Herbst 2021 zum ersten Mal sowohl Erwachsene als auch Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren befragt, um das Naturbewusstsein der beiden Gruppen zu vergleichen. Insgesamt nahmen 3.414 Menschen an der Studie teil, davon 2.410 Erwachsene und 1.004 Jugendliche.

 

 

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