
Mithilfe der "muenchen App" können die Nutzer:innen ihre Freizeit flexibel und digital gestalten – Fotos: SWM
Bürgerkommunikation
Münchner Bürger-App als Ticketsystem für Events
Die Nachfrage nach digitalen Angeboten steigt stetig. Online-Ticketing, Informationen zu Öffnungszeiten und Preisen sowie interaktive Stadtkarten werden für die Bevölkerung einer Stadt sowie für Tourist:innen immer wichtiger. Das hat auch die Stadt München (~1,5 Mio. Ew.) erkannt und bündelt seit Anfang des Jahres 2023 Freizeit- und Veranstaltungsangebote in der "muenchen app". Diese wurde von der Stadtwerken München GmbH (SWM) in Kooperation mit München Ticket und dem offiziellen Stadtportal muenchen.de im Auftrag der bayerischen Landeshauptstadt München entwickelt.
Christian Pfeng, SWM Business Owner der "muenchen app", sagt: "Die App ist eine Grundlage, um viele Lebenssituationen für unsere Bürger*innen zu vereinfachen. Sie zahlt auf die Digitalisierung des Ticketings und von Bürgerservices ein. Da wir ein digitales Tool gebaut haben, können wir auch bislang analoge Modell digital denken."
Fokus auf Freizeit und Events

Die App steht seit Anfang 2023 in den App-Stores zum Download bereit – Foto: SWM
Ziel der App ist es, über Freizeit-, Kultur- und Sportangebote in und um München zu informieren. Neben allgemeinen Informationen zu den Veranstaltungen enthält die Anwendung zudem die Öffnungszeiten und die Preise. Darüber hinaus können die Nutzenden digitale Tickets über die App buchen. Die Bezahlung erfolgt über den M-Login der SWM. Die User:innen können dabei das Wunschdatum und die Uhrzeit frei auswählen.
Die angebotenen Aktivitäten sind vielfältig – von Museen, Theatern und Kunsthäusern über Orchester und Konzerte bis hin zu Tierparks und Schwimmbäder. Laut Pfeng sollen von der App sowohl große als auch mittlere und kleine Veranstalter:innen profitieren. Dafür werde derzeit der Markt analysiert und Marktforschung betrieben, wie eine möglichst große Reichweite für alle erreicht werden kann. Pfeng könnte sich unter anderem ein Self-Service für die App vorstellen, der es erlaubt, Veranstaltungen in die App einzutragen, um so vor allem kleine Events sichtbar zu machen. Aktuell umfasst die Anwendung vier städtische Museen, eine Ausstellung, ein Konzert und den Tierpark Hellabrunn. Das Angebot wird stetig erweitert. So sollen ab dem Sommer 2023 auch Schwimmbäder in die App integriert werden. Zusätzlich schafft die Software Verknüpfungen zu den Apps der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG).
Marketing-Phase startet im Sommer
Interessierte finden relevante Informationen über die "muenchen app" auf der Landingpage muenchen-app.swm.de. Die Website fungiert als zentraler Kommunikationshub. Ab Sommer 2023 soll die Anwendung dann auch aktiv beworben. Die Marketingkampagne wird dabei federführend von der SWM und externen Vermarktungsspezialisten in Zusammenarbeit der Landeshauptstadt München, dem Stadtportal muenchen.de, München Ticket und der MVG geplant und durchgeführt. Auch ein eigener Newsletter soll zum Einsatz kommen, der über die Entwicklung der App und neue buchbare Freizeitangebote berichtet.
Darüber hinaus sollen die bestehenden Kanäle und Fläche der SWM und der Landeshauptstadt München bespielt werden, wie Plakate, Kundenmagazine, Social Media und das Fahrgast TV in den MVG-Fahrzeugen. Zusätzlich wird die App mithilfe von Suchmaschinenmarketing in Kombination mit SEO-Maßnahmen sowie in den App-Stores direkt beworben. Eine weitere Maßnahme ist Influencer-Marketing. Pfeng zufolge laufen die ersten Gespräche bereits.

Christian Pfeng arbeitet für die Stadtwerke München und ist verantwortlich für die "muenchen app" – Foto: SWM
Eine wichtige Komponente des Marketings ist dabei auch die Zusammenarbeit mit den Veranstalter:innen. "Nicht zuletzt wird in Kooperation mit den Partnern auch direkt an den Locations geworben: Plakate am Lenbachhaus, Aufsteller am Tierpark, Flyer und auch digitale Medien (Digital Out of Home, Social Media, Podcasts) kommen hier zum Einsatz und animieren zum Download und Ticketkauf. Zusätzlich sind für den Sommer kleinere Promotions geplant", so Pfeng. Des Weiteren berichtet er, dass für 2023 eine Analyse zur Umsetzung von App-tauglichen Bürgerservices gemeinsam mit dem städtischen IT-Referat erfolgen soll. Damit möchte die Stadt ihr Verwaltungsleistungen zunehmend digitalisieren, wie beispielsweise die Buchung von Behördenterminen.
Hinter der "muenchen app" steckt ein Vorschlag von den Grünen/Rosa Liste im Münchner Stadtrat vor vier Jahren. Demnach sollte der Zugang zu städtischen Einrichtungen vereinfacht werden, um Ressourcen zu sparen und lange Besucherschlangen zu vermeiden. Die Anwendung reiht sich in das digitale Portfolio der Stadt ein. So gab es bereits Apps als Ergänzung zum Stadtportal muenchen.de. Diese haben die Portal München Betriebs-GmbH & Co. KG, die Portalgesellschaft von muenchen.de, und die MVG zur "München SmartCity App" weiterentwickelt. Die Anwendung dient als zentraler Zugang für Innovationen im Rahmen des Projekts "Smarter Together" und ermöglicht die Nutzung von smarten Service sowie den Zugriff auf bestehende Online-Verwaltungsdienste der Stadt München. Dazu gehören unter anderem eine digitale Stadtkarte inklusive Routenplaner, die Möglichkeit der Online-Bezahlung sowie Daten zu Umwelt, Wetter und Verkehr.
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Sophie-Marie Jahn 20.04.2023









