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Die Kampagne weist darauf hin, dass Stoffe wie Plastik nicht in den Biomüll sollten – Foto: Stadt Pforzheim/Laura Schaier

Awareness

Pforzheim setzt sich für richtige Biomüll-Trennung ein

Die Abfallwirtschaft der Stadt Pforzheim möchte die Bevölkerung dafür sensibilisieren, den Biomüll richtig zu trennen. Dafür haben die Verantwortlichen die Aufklärungskampagne #wirfürbio gestartet. Ziel der Offensive ist es, zu zeigen, wie die Biotonne richtig befüllt wird und Störstoffe wie Plastik im Müll zu vermeiden. Zudem sollen die finanziellen Vorteile einer richtigen Mülltrennung hervorgehoben werden. Laut Jürgen Förschler, Leiter der Technischen Dienste der Stadt Pforzheim, ist es günstiger eine Biotonne zu leeren. Zusätzlich betont er, dass durch die richtige Trennung auch die Restmülltonnen entlastet werden.

Die Kampagne ist auf den Bio-Müllfahrzeugen der Stadt Pforzheim zu sehen, die im gesamten Stadtgebiet unterwegs sind. Die Fahrzeuge wurden mit Plakatmotiven versehen, die unter anderem den Slogan "Kein Plastik in die Biotonne!" enthalten. Neben den Plakaten informiert die Abfallwirtschaft auch über Social Media über das Thema sortenreiner Biomüll. Darüber hinaus sind weitere Aktionen am Kindertag (07.05.2023) und am WorldCleanUp Day (16.09.2023) geplant. Außerdem wird es Vorortkontrollen von Biomülltonnen durch die Mitarbeitenden der Abfallwirtschaft geben. Auch die Pforzheimer Waste Watcher – eine Art Müllpolizei – wird die Werbeoffensive mit zusätzlicher Aufklärungsarbeit unterstützen.

Seit 2017 wird der Bioabfall in Pforzheim flächendeckend in der braunen Tonne gesammelt und anschließend in sogenannten Biovergärungsanlagen in Strom, Wärme und Kompost umgewandelt. 2022 wurden laut Angaben der Stadt rund 4.000 Tonnen Biomüll in mehr als 16.800 Biotonnen gesammelt. Allerdings landen häufig Stoffe in der Tonne, die dort nicht hingehören – allen voran Plastik. Förschler betont: "Wir haben schon die unterschiedlichsten Dinge im Bioabfall gefunden. Angefangen bei einem Kaffeevollautomaten, über benutzte Windeln bis hin zu Altkleidern. Aber die Vielzahl an entsorgten Plastiktüten, bereitet uns zunehmend die größte Sorge."

Das Problem dabei: Die Störstoffe können nicht so leicht aus dem Kompost entfernt werden und landen daher auf Böden und Äckern oder gelangen ins Grundwasser, wodurch sie Teil der menschlichen Nahrungskette werden. Auch die sogenannten Biologisch-Abbaubaren-Beutel (BAB-Beutel) sind problematisch, da auch kompostierbares Plastik nicht sicher vollständig biologisch abgebaut wird. Die BAB-Beutel werden in der Vorsortierung zwar als Plastik erkannt und aussortiert, aber dies ist meist mit hohen Kosten verbunden. Zudem müssen die Beutel anschließend als Restmüll verbrannt werden. Michael von Rüden, Abteilungsleiter der Abfallwirtschaft Pforzheim, gibt den Tipp: "Wer seinen Bioabfall nicht direkt in die Tonne geben möchte, sollte das statt in einem BAB-Beutel am besten in einer Papiertüte tun. Papiertüten können vollständig abgebaut werden und sparen dadurch eine Menge Aufwand bei der Vorsortierung."

 

 

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