
(v. l.) Wirtschaftsdezernent und WMG-Geschäftsführer Jens Hofschröer, Oberbürgermeister Dennis Weilmann und Kai-Uwe Hirschheide, Erster Stadtrat und Stadtbaurat, präsentieren den Kompass Innenstadt – Foto: WMG Wolfsburg/Matthias Leitzke
Stadtentwicklung
Wolfsburg erarbeitet Kompass für Innenstadt
Die Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG) und die Stadt Wolfsburg haben das Entwicklungskonzept Innenstadt um einen weiteren Baustein ergänzt. Der Kompass Innenstadt enthält die Vision für die zukünftige Entwicklung und definiert das künftige Selbstverständnis sowie die damit verbundenen Ziele und Aufgaben des Wolfsburger Stadtzentrums. Die Basis für den Kompass bildet das Engagement von städtischen Akteurinnen und Akteuren bei verschiedenen Beteiligungsangeboten.
Der Kompass enthält zentrale strategische Inhalte mit deren Hilfe innerstädtische Vorhaben sowie Projekte umgesetzt und eine unmittelbare Wirkung erzielt werden sollen. Er umfasst dabei Visionen und Erzählungen für drei Teilräume der Innenstadt, die sich gegenseitig beeinflussen und ergänzen sowie versuchen, verschiedene Zielgruppen anzusprechen. In einem nächsten Schritt wird der Kompass Innenstadt den Mitgliedern des Strategieausschusses vorgestellt.
Wirtschaftsdezernent und WMG-Geschäftsführer Jens Hofschröer sagt: "Im Zuge verschiedenster Beteiligungsformate ist es uns gelungen, wegweisende Impulse verschiedenster Akteure in den Entwicklungsprozess einfließen zu lassen und damit die zukunftsorientierte Ausrichtung der Innenstadt auf einer gemeinsam getragenen Basis zu definieren. Dabei ist die Entwicklung der Innenstadt keineswegs allein als Ort des Handels zu verstehen, sondern als Ort, an dem sich Menschen gerne aufhalten, sich begegnen und gemeinsam Wolfsburg erleben. Hier ist der Kompass Innenstadt wichtiger Impulsgeber und strategische Grundlage zugleich, um die Innenstadt partnerschaftlich zukunftsfähig zu gestalten."
Drei Phasen der Innenstadtentwicklung
Der Kompass Innenstadt bildet die zweite Phase des Wolfsburger Entwicklungskonzeptes Innenstadt. Im Vorfeld fand bereits ein sogenannter Stadtcheck statt, bei dem der Status quo der Innenstadt analysiert wurde. Auch die Öffentlichkeit, Stakeholder, Verwaltung und Politik wurden in diesem Schritt mit einbezogen. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse entstand anschließend der Innenstadt-Kompass. Die dritte und letzte Phase umfasst ein Regiebuch, das aktuell erarbeitet wird. Dieser soll aus dem Kompass abgeleitete langfristige Umsetzungsperspektiven, erste Handlungsstränge und Projekte sowie Strukturen zur Verstetigung des Prozesses umfassen. Die Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes wird schrittweise vom Beirat Innenstadt begleitet.
Das Entwicklungskonzept Innenstadt und der Kompass entstehen im Rahmen des niedersächsischen Sofortprogramms "Perspektive Innenstadt". Dieses unterstützt Kommunen bei der Bewältigung der Pandemiefolgen in den Innenstädten. Die Maßnahmen werden dabei aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und als Teil der Reaktion der Europäischen Union in Brüssel (Belgien) auf die Covid-19-Pandemie finanziert. Daran anschließend hat das Land Niedersachsen mit "Resiliente Innenstädte" ein weiteres Förderprogramm ins Leben gerufen. Ziel ist es, mittel- und langfristige Perspektiven für die Umsetzung von wichtigen Maßnahmen zu schaffen, um die Innenstadt weiterzuentwickeln und aufzuwerten.
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Sophie-Marie Jahn 28.04.2023









