
Der DigAMus-Award zeichnet jährlich digitale Angebote an Museen und Kultureinrichtungen im deutschsprachigen Raum aus. 2023 wurden sieben goldene Awards und ein Publikumspreis verliehen - Foto: DigAMus, Jana Jachens
Digitalisierung
Das sind die Gewinner der DigAMus-Awards 2023
Seite 2022 kooperiert der DigAMus Award, eine im Jahr 2020 gegründete Initiative für digitale Angebote in Museen, mit dem Deutschen Museumsverband, Berlin. Nach 2021 und 2022 ging die Vergabe von Preisen für "herausragende digitale Angebote an Museen und Kultureinrichtungen im deutschsprachigen Raum" in diesem Jahr in die dritte Runde. Im Rahmen der Jahrestagung des Dachverbands (07.-10.05.2023) wurden die sieben goldenen Awards und ein Publikumspreis verliehen.
Die Gewinnerprojekte:
Kategorie Apps und Games
Forced Abroad: Im Januar 1945 wird ein 19-jähriger Niederländer nach München verschleppt. Basierend auf seinem Tagebuch erzählt eine Visual Novel interaktiv von den Erfahrungen eines Zwangsarbeiters. Das Spiel wurde entwickelt von Paintbucket Games in Zusammenarbeit mit dem NS-Dokumentationszentrum München.
Kategorie Hybrides Angebot
CLOSE UP Kunst und Politik: Der hybride Kunst- und Vermittlungsraum CLOSE UP der SammlungGegenwartskunst im Städel Museum widmet sich wie in einer Nahaufnahme dem Themenschwerpunkt Kunst & Politik. Das Projekt bietet Besucher:innen die Möglichkeit, sich selbst durch digitale und analoge Vertiefung übergreifende Zusammenhänge zu erschließen. Dabei setzt CLOSE UP auf das Zusammenspiel von originalen Kunstwerken, Wandtexten, einer Gesprächsreihe sowie einer digitalen Anwendung.
Kategorie Website oder Online- Ausstellung
Andreasstraße digital: Die Website ist eine digitale Gedenk- und Bildungsstätte mit dem Ausgangspunkt des Areals Andreasstraße in die Bezirksstadt Erfurt. Besucher:innen können sich in die Themen Haft und Friedliche Revolution einlesen. Schüler:innen und Lehrkräfte erhalten einen Überblick über die SED-Diktatur oder können anhand eines Comics oder eines Rundgangs ein Überblick über die Geschichte der DDR gewinnen.
Kategorie Social-Media-Aktionen
Video-Tutorial-Reihe zur Objektfotografie: Die fünfteilige Video-Tutorial-Reihedes Museumsverbands Brandenburg vermittelt Grundlagen zur digitalen Objektfotografie. Sie will dabei auf lockere Weise und niederschwellig Lust darauf machen, Museumsobjekte richtig zu dokumentieren. In Kooperation mit dem Museum Karlshorst entstehen Untertitel in Ukrainisch und Russisch, um auch ukrainische Museen bei Ihrer digitalen Sammlungsarbeit zu unterstützen.
Kategorie Podcast
BITTE NICHT ANFASSEN! – Museum mal anders: Ein Podcast über kleine und skurrile Museen in Deutschland, bei dem sich die zwei Hosts Ralph Würschinger und Lukas Fleischmann gegenseitig von ihren Museumsbesuchen erzählen und Museums Betreibende und Wissenschaftler:innen interviewen.
Sonderpreise Kleines Budget
"Schlossgeschichten: Leben und Herrschen am Karlsruher Fürstenhof": Der digitale Museumskoffer des Badischen Landesmuseums Karlsruhe richtet sich an Schüler:innen der Klassenstufen 3 und 4. Anhand von Fragestellungen rund um die Themen Regieren am Hofe und Leben im Schloss erforschen die Teilnehmer:innen die Zeugnisse aus dieser Zeitspanne und setzen sie in Bezug zu ihrem eigenen Vorwissen und den gängigen Bildern vom höfischen Leben.
Historische Filmaufnahmen von Saarbrücken koloriert: Die Videos des Historischen Museums Saar zeigen Stadtaufnahmen aus Saarbrücken von 1904, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) bearbeitet, eingefärbt und vertont wurden, um so den Menschen von heute einen Eindruck der damaligen Zeit zu vermitteln.
Publikumspreise
Mit über 1.500 Stimmem gewinnt "Hanka - der Film" das Publikumsvoting: Der Film des Dorf-Museums Wagenschwend erzählt in einem Kurzfilm eine Geschichte, die sich kurz vor Kriegsende 1945 in ihrem kleinen Dorf Wagenschwend im Odenwald, abgespielt hat. Die Geschichte soll ein möglichst breites Publikum und besonders junge Menschen erreichen und dafür sensibilisieren, wie spannend die Geschichte vor der eigenen Haustür ist.
Insgesamt wurden 140 digitale Angebot eingereicht, von denen 31 in fünf Kategorien und einem Sonderpreis nominiert wurden. Die Preisverleihung wurde durch die Stiftung Niedersachsen unterstützt.









