
Städte haben mittlerweile verstanden, dass sie die Bürger:innen nur durch offene Kommunikation erreichen - Foto: Otawa-Adobestock
Studie
"Städtekommunikation bleibt unter ihren Möglichkeiten"
Newsrooms gehören mittlerweile zum Alltag zahlreicher Tageszeitungen. Dabei handelt es sich um einen zentralen Arbeitsplatz, an dem sämtliche relevante Meldungen gebündelt werden. Auch zahlreiche Städte, zum Beispiel Gießen, Bonn, Jena oder Ingolstadt, haben mittlerweile einen solchen Bereich. Sie dienen dazu, die Gesellschaft über aktuelle Themen der Stadt zu informieren und sämtliche Materialien dazu zur Verfügung zu stellen. Für einige Städte und Gemeinden bilden sie einen wesentlichen Anteil der Kommunikation nach außen.
Die Looping Group aus München hat im Rahmen einer Online-Studie abgefragt, wie gut die deutschen Städte heutzutage wirklich kommunizieren. Basierend auf den Antworten (30 von 80 Städte haben geantwortet) hat das Unternehmen diverse Schlüsse gezogen:
Zwar haben Städte erkannt, dass sie mit ihrer Arbeit ihre Kommune zu einer Marke formen können. Zudem wird die Grenze zwischen Presse und Marketing an vielen Stellen bereits überwunden. Jedoch stellt die Looping Group vielerorts fest, dass nach wie vor an alten (Behörden-)Mustern festgehalten wird. Das zeige sich darin, dass die Städte zwar Newsrooms einrichten, daran allerdings kaum andere Ämter ein- und angebunden sind.
Insgesamt scheuen sich dem Beratungsunternehmen zufolge zahlreiche Städte und Kommunen nach wie vor davor, einen Kulturwandel in Bezug auf die Kommunikation zu vollziehen. Dabei böte ein Newsroom Gelegenheiten, über die Ämter- und Abteilungsgrenzen hinweg Ideen zu kreieren und Kommunikationsanlässe zu schaffen. Ein weiterer Vorteil wäre: Doppelarbeiten und widersprüchliche Aussagen gegenüber der Öffentlichkeit könnten vermieden werden.
Die Looping Group kommt abschließend zu der Erkenntnis, dass es bereits einige gute Beispiele in Bezug auf Newsrooms in der Stadtverwaltung gibt, "dass viele dieser vermeintlichen Newsrooms – und damit auch die gesamte Kommunikation der Städte – aber deutlich unter ihren Möglichkeiten bleiben."
In PUBLIC MARKETING 5-6/2023 werden wir die Ergebnisse der Studie vorstellen. Darüber hinaus sprechen wir mit den Verantwortlichen der Studie über die Relevanz von Newsrooms von Städten und wie diese aufgebaut werden können.










