
VR- und AR-Brillen sind vielseitig einsetzbar: für Stadtführungen, als zusätzliches Angebot in Museen oder für die Erkundung von Destinationen - Foto: denisismagilov - Fotolia.
Neue Technologien
Potenzial der AR-Brillen noch weitgehend unerkannt
Virtual, Augmented und Mixed Reality nehmen immer mehr Raum im Marketing und in der Kommunikation ein. Zudem setzen zahlreiche Städte und Museen in der Vermittlung von Wissen mittlerweile auf den Einsatz von AR-Brillen, mit denen die Menschen in virtuelle Welten eintauchen können.
Dass der Fokus auf diese Technologien sinnvoll ist, bestätigt nun eine aktuelle Studie der Universität der Bundeswehr München. In dieser wurde auf Basis einer Umfrage unter mehr als 500 Personen untersucht, wie die Deutschen zu den Wearables stehen. Demnach gehen die Studienverantwortlichen davon aus, dass AR-Anwendungen in Zukunft zum Alltag gehören wird – vor allem für junge Menschen.
Allerdings müssen bis dahin sprichwörtlich "dicke Bretter gebohrt" werden, um diese neuen Technologien ähnlich dem Smartphone fest im Leben der Menschen zu verankern. Denn während 14 Prozent sich aktuell vorstellen können, eine AR-Brille im Alltag zu nutzen, lehnen 38 Prozent der Befragten diese Möglichkeit heute noch ab. Für Studienautor Dominik Hirschberg ein Hinweis darauf, dass die Menschen die Vorteile solcher Anwendungen noch nicht vollends erkannt haben.
Zu den Gründen zählen unter anderem mangelndes Wissen über die Technologie und deren Nutzen, der Privatsphäre-Aspekt, die wahrgenommenen Gesundheitsrisiken, die Angst vor der Reaktion andere Menschen und der Preis.
Die gute Nachricht laut der Studie: Die Deutschen trauen zahlreichen Marken die Entwicklung einer AR-Brille zu. Im Ranking ganz oben stehen Samsung und Apple mit 92 beziehungsweise 90 Prozent Zustimmung. Danach folgen Microsoft (87 %), Google (85 %) und Sony (84 %). Demnach vertrauen die Deutschen in erster Linie Marken mit einer hohen Reichweite und einem hohen Absatz.










