
Hamburg belegt im SKL Großstädteranking den ersten Platz – Foto: pure-lifre-pictures – Fotolia
Ranking
Hamburg ist Deutschlands zufriedenste Großstadt
Die Bürger:innen der Freien und Hansestadt Hamburg sind im deutschlandweiten Vergleich am glücklichsten. Das zeigen die Ergebnisse des Großstädteranking 2023 der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) mit Sitz in Hamburg und München. Auf Platz zwei und drei folgen Frankfurt a. M. und München. Die drei Städte können vor allem mit überdurchschnittlich hohen persönlichen Glückswertem und einer sehr guten Zufriedenheit mit städtischen Merkmalen punkten, wie dem Wirtschaftsstandort. Insgesamt wurden zwölf deutsche Großstädte untersucht, darunter auch Berlin, Köln, Stuttgart, Düsseldorf, Leipzig, Dresden, Hannover, Bremen und Essen.
Die Schlusslichter des Rankings bilden die beiden sächsischen Städte Dresden und Leipzig. Diese verzeichnen dem Ranking zufolge schwache Wirtschaftszahlen, was unter anderem an der älteren Bevölkerung liege. Generell wird deutlich, dass die unter Hälfte des Rankings schwächere Wirtschaftsdaten dokumentiert. Zudem sind die Bürger:innen dieser Städte insbesondere mit dem Verkehr, der Sicherheitslage und der öffentlichen Verwaltung unzufrieden.
Das Großstädteranking im Überblick:
- Hamburg
- Frankfurt a. M.
- München
- Berlin
- Hannover
- Düsseldorf
- Köln
- Essen
- Stuttgart
- Bremen
- Dresden
- Leipzig
Generell wurden die Kultur und Naherholungsmöglichkeiten im SKL Großstädteranking am besten bewertet, die Stadtverwaltung am schlechtesten. Zudem fällt auf, dass Bürger:innen, die mit ihrem eigenen Leben zufrieden sind, auch die Stadt positiv bewerten und optimistischer in die Zukunft blicken. Besonders wichtig für die Zufriedenheit in Großstädten sind laut Studienleiter Prof. Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg, der Wirtschaftsstandort, das Haushaltseinkommen und das Zusammengehörigkeitsgefühl.
Die Zufriedenheit mit dem Gemeinschaftsgefühl ist dabei eng verbunden mit der Bewertung der Stadtverwaltung und der Sicherheitslage. Städte, in denen die Menschen mit dem Zusammengehörigkeitsgefühl unzufrieden sind, bewerten meist auch die Verwaltung und die Sicherheit als negativ. Dabei ist zu beachten, dass die positive Einschätzung der Stadtverwaltung mitunter von der Steuerkraft und den Sachinvestitionen abhängig ist. Die Analyse kommt zu der Erkenntnis: Je wohlhabender eine Stadt, desto eher kann sie in Krankenhäuser, Schulen und Straßen investieren. Des Weiteren spielen eine gute Nachbarschaft sowie das ehrenamtliche Engagement in Vereinen, Kommunen oder bei Stadtfesten eine wesentliche Rolle für das Gemeinschaftsgefühl.
Auch ein gutes Einkommen trägt zur Zufriedenheit der städtischen Bevölkerung bei. Doch es gibt Ausnahmen: So sind Düsseldorf und Stuttgart zwar wohlhabende Städte, liegen im Ranking aber dennoch nur im mittleren und unteren Bereich. Ein Grund dafür ist beispielswiese die unzureichende Stadtpolitik, wie die Bewertung der öffentlichen Verwaltung zeigt.
Das SKL Großstädteranking erscheint als Sonderstudie im Rahmen des SKL Glücksatlas in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg. Für die aktuelle Ausgabe wurden im April 2023 3.001 Personen aus den ausgewählten Großstädten befragt.
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Sophie-Marie Jahn 07.06.2023









