Die Universität Potsdam gehört zu den Gewinnerinnen des diesjährigen Hochschulrankings – Foto: K. Fritze
Gleichstellung
Berlin und Brandenburg punkten beim CEWS-Hochschulranking
Universitäten und Hochschulen in Berlin und Brandenburg sind hinsichtlich der Gleichstellung der Geschlechter bundesweit am weitesten fortgeschritten. Zu diesem Ergebnis kommt das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS am GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften in Mannheim. Seit über 20 Jahren untersucht und vergleicht das Kompetenzzentrum die Leistungen der Universitäten und Hochschulen bei der Gleichstellung von Frauen und Männern mithilfe quantitativer Indikatoren. Das Ziel ist es, Impulse für eine wirkungsvolle Gleichstellungspolitik zu geben.
Das CEWS-Hochschulranking gliedert sich in insgesamt vier Kategorien. Neben den einzelnen Bundesländern betrachtet die Studie auch verschiedene Hochschulformen – von Universitäten über Fachhochschulen bis hin zu künstlerischen Hochschulen. Bei den Universitäten bilden die EBS-Universität für Wirtschaft und Recht in Wiesbaden und die Universität Potsdam die Spitze. Die Universität Potsdam konnte auch schon im Ranking 2021 von sich überzeugen. In der Kategorie der Fachhochschulen teilen sich die Hochschule für Gesundheit Bochum, die Hochschule Fulda, die Evangelische Hochschule Ludwigsburg sowie die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden und Göttingen die ersten Plätze. Die Hochschule für Bildende Künste Hamburg sicherte sich den ersten Rang im Ranking der künstlerischen Hochschulen.
Die elfte Ausgabe des Hochschulrankings basiert auf Daten der amtlichen Hochschulstatistik 2021. Insgesamt wurden die Daten von 299 Hochschulen anhand eines von CEWS entwickelten mehrdimensionalen Indikatorenmodell ausgewertet. Das Gesamtranking gibt Auskunft über 75 Universitäten, 145 Fachhochschulen und 44 künstlerischen Hochschulen. Dabei wurden insbesondere die Bereiche Promotion, Habilitation und Juniorprofessuren, Professuren, Studierende sowie wissenschaftliches und künstlerisches Personal untersucht. Im Rahmen dessen wurde der Frauenanteil in den einzelnen Bereichen zum Anteil in einer niedrigeren Qualifikationsstufe in Beziehung gesetzt. Beispielsweise wurde der Frauenanteil an den Promotionen mit dem Anteil der weiblichen Studierenden verglichen.
Auch das Fächerprofil der Bildungseinrichtungen wurden berücksichtigt, um die einzelnen Häuser nach ihren Schwerpunkten vergleichen zu können und das Potenzial zu messen. Zudem wurden Veränderungen im Zeitverlauf beim wissenschaftlichen und künstlerischen Personal sowie bei den Professuren beachtet. Im Ranking der einzelnen Bundesländer wurden ähnliche Indikatoren verwendet.
Sophie-Marie Jahn 26.06.2023









