
Ipsos: Topthemen der Politik sollten Armut und Bildung sein
Die deutsche Politik sollte sich vorrangig um die Themen Armut, Bildung und Arbeitslosigkeit kümmern. Jeweils etwa jeder zweite Deutsche nennt diese Punkte unter den drei wichtigsten Bereichen. Die Euro-Schuldenkrise (43 %) und die Gesundheitsversorgung (39 %) landen auf den Plätzen vier und fünf. Nur 17 Prozent stufen das Thema Rechtsextremismus als so dringend ein, dass die Politik hier sofort aktiv werden sollte. Das ergab eine repräsentative Kooperationsstudie des Marktforschungsinstituts Ipsos mit der beruflichen Medienschule Wandsbek zum Thema "Wahrnehmung und Empfinden von Rechtsextremismus in Deutschland" unter 1.000 Personen zwischen 16 und 70 Jahren.
Damit steht das Thema auf Platz sieben von zehn vorgegebenen gesellschaftspolitischen Belangen. Junge Befragte zwischen 16 und 29 Jahren schieben Rechtsextremismus mit 12 Prozent Zustimmung sogar auf Platz acht. Die ältere Generation (50-70 Jahre) sieht das deutlich anders: Jeder Vierte (24 %) findet, dieser Punkt gehört zu den Top-3-Politikthemen, das ist Platz sechs auf der Skala.
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die Topthemen der Bevölkerung enger an den Alltag der Menschen geknüpft sind. Armut, Arbeitslosigkeit aber auch Bildung sind die unmittelbaren Hauptsorgen der Bürger. Und auch hier werten jüngere anders als ältere Befragte. Während für die 16-29-Jährigen Bildung (56 %) das absolute Topthema ist, steht bei 50-70-Jährigen die Bekämpfung der Armut (54 %) ganz oben.
In der Zeit vom 22. bis 25. März 2013 wurden 1.000 Personen im Alter von 16 bis 70 Jahren befragt. Methode: Online Selbstausfüller mit dem Ipsos i:Omnibus.
Yvonne Wodzak 12.06.2013










